Mittwoch, 14. Mai 2008
Klimafreundlich Essen: Weißes statt rotes Fleisch
Wer Obst, Fleisch und Gemüse aus heimischer Produktion kauft, erspart der Umwelt lange Transporte und damit die Freisetzung von Kohlendioxid (CO2). Dieser Ansatz ist zwar gut gedacht, bringt aber laut einer US-Analyse weniger als angenommen: Nur vier Prozent des gesamten Kohlendioxid-Ausstoßes eines Lebensmittels stammen aus seinem Transport vom Hersteller zum Laden. Das berichtet eine Gruppe um Christopher Weber von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh (US-Staat Pennsylvania) im Journal Environmental Science & Technology.
Umwelt-, energie- und klimaschonender sei es, seine Ernährung umzustellen, empfiehlt die Gruppe. Die Produktion von rotem Fleisch, etwa Rind, verbrauche viel mehr Energie als jene von weißem Fleisch, also Fisch und Geflügel. Und weil 83 Prozent des CO2-Ausstoßes bei der Produktion anfielen, helfe der Verzicht auf rotes Fleisch eben mehr als die Devise kauft heimische Produkte.
Die Forscher beachteten bei ihrer detaillierten Analyse alle Faktoren, die in den USA zur Produktion und dem Transport von Lebensmitteln nötig sind.
Weißes Fleisch aus heimischer Produktion
An vielen Stellen wird dabei CO2 freigesetzt. Klimaschädlich sind aber auch die Methanproduktion der Rinder und die Freisetzung von Stickstoffverbindungen durch Kunstdünger - beide verstärken den Treibhauseffekt ebenfalls. In einer Gesamtbetrachtung schnitt rotes Fleisch deutlich schlechter ab als weißes, bei dessen Herstellung und Transport weniger CO2 frei wurden.
Die Kalkulation der Forscher zeigt: Wer einmal in der Woche weißes statt rotes Fleisch isst, hilft dem Klima ebenso viel wie wenn er nur Lebensmittel aus der Region kauft. Besonders ambitionierte Einkäufer können viel sparen, wenn sie viel weißes Fleisch und dies aus heimischer Produktion kaufen.
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