Donnerstag, 14. Februar 2008
Im Pazifik: Weltgrößtes Meeresschutzgebiet
Der Inselstaat Kiribati im Pazifik hat ein Meeresschutzgebiet von der Größe Kaliforniens eingerichtet. Mit 410.000 Quadratkilometern Fläche handle es sich um die weltgrößte Schutzzone dieser Art, teilten Umweltschützer mit. Das Schutzgebiet Phoenix Islands sei eine der letzten intakten Gruppen von Korallenriffs. Durch Klimaveränderungen und Überfischung sei die Artenvielfalt in der zwischen den Fidschi-Inseln und Hawaii gelegenen Region gefährdet.
"Die Schaffung dieses beeindruckenden Meeresschutzgebietes durch einen kleinen Inselstaat bedeutet ein Engagement historischen Ausmaßes", sagte der Präsident der Naturschutzorganisation Conservation International, Russell Mittermeier. In dem Gebiet gibt es einem US-Institut zufolge mehr als 120 Korallen- und mehr als 520 Fischarten, von denen einige noch nicht erforscht sind.
Kiribati bemüht sich nach Regierungsangaben um mehr internationale Unterstützung, um in dem Schutzgebiet gegen illegalen Fischfang vorgehen und einen Treuhandfonds einsetzen zu können. Daraus sollen unter anderem Einnahmeverluste des Staats aus dem Verzicht auf kommerziellen Fischfang beglichen werden. Einheimische Fischer sollen dagegen in dem Gebiet weiter ihrem Erwerb nachgehen dürfen.
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