Wissen
(Foto: NASA)

Manöver in 420 Kilometern Höhe: Weltraumschrott gefährdet ISS

Eigentlich steht für die Besatzung der Internationalen Raumstation ein Außeneinsatz an. Um eine Kollision mit den durch das All rasenden Trümmern des US-Satelliten Iridium-33 zu vermeiden, muss die Internationale Raumstation jedoch zuerst ein spontanes Ausweichmanöver fliegen.

Wegen heranrasenden Weltraumschrotts hat die Internationale Raumstation ISS ihre Flughöhe ungeplant verändern müssen. Die Crew habe in der Nacht den Düsenantrieb eines russischen Frachters aktiviert, der am Vortag am Außenposten der Menschheit festgemacht hatte, und sich in eine andere Umlaufbahn begeben, teilte das Kontrollzentrum bei Moskau mit. Damit dürften die umherrasenden Trümmer des US-Satelliten Iridium-33 keine Gefahr mehr sein, sagte ein Sprecher der Agentur Interfax zufolge. Die ISS bewegt sich derzeit in 405 bis 429 Kilometer Höhe um die Erde.

Die Raumstation muss immer wieder Trümmern aufgegebener Satelliten ausweichen - auch in diesem Jahr gab es bereits mehrere Manöver. Tausende Splitter mit einem Durchmesser von wenigen Zentimetern rasen mit Geschwindigkeiten von bis zu 28 000 Kilometern pro Stunde durch den Weltraum. Auf der ISS arbeiten derzeit drei russische Kosmonauten, zwei US-Astronauten und ein japanischer Raumfahrer.

Der US-Astronautin Sunita Williams und ihrem japanischen Kollegen Akihiko Hoshide steht nach dem Ausweichmanöver ein gut sechsstündiger Außeneinsatz bevor. Die Raumfahrer sollen ein Leck im Ammoniak-Kühlsystem abdichten.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen