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Fünf Fakten über Dinosaurier : Wenn der T. Rex Schnupfen hatte

Von Fabian Maysenhölder

Warum starben viele Dinosaurier in einer verkrampften Haltung? Wie viel Schleim passte in den Schädel eines Tyrannosaurus Rex? Fünf Fakten über Dinosaurier, die Sie verblüffen werden.

Dinosaurier gehören zu den faszinierendsten Wesen, die jemals den Planeten Erde besiedelt haben. Millionen Menschen - nicht nur Kinder - begeistern sich für die Riesenechsen der Urzeit. Wie gut Sie sich auskennen, können Sie im n-tv.de-Dinosaurier-Quiz testen. Hier präsentieren wir Ihnen fünf interessante Fakten über T.Rex & Co. - die gehören vielleicht nicht zum Allgemeinwissen, sind aber umso spannender.

1. Einige Dinosaurier waren Kannibalen.

Als gnadenlose Jäger kennt man Dinosaurier aus den Jurassic-Park-Filmen. Abgesehen davon, dass sich sehr viele Dinosaurier-Arten vegetarisch ernährten und keinerlei Interesse an Fleisch zeigten, gab es auch einige, die einen Hang zum Kannibalismus hatten. Zum Beispiel der wohlbekannte Tyrannosaurus Rex. Bei der Untersuchung eines T-Rex-Schädels fanden Paläontologen entsprechende Bissspuren. Auch der Daspletosaurus zählte offenbar zu den Kannibalen unter den Dinosauriern.

2. Das Gehirn eines menschlichen Babys ist größer als das vieler ausgewachsener Dinosaurier.

Dinosaurier waren zwar mitunter riesige Echsen - ihr Denkorgan war jedoch winzig. Der Stegosaurus zum Beispiel war ein Koloss von acht bis neun Metern Länge und rund vier Tonnen Gewicht. Sein Gehirn aber war kaum größer als eine Walnuss.

Setzt man das Ganze auch bei anderen Saurier-Arten noch in die Relation zur Körpergröße, sind Dino-Hirne wirklich sehr winzig. Sauropoden mit einer Größe von rund 15 Metern etwa hatten ein Gehirn mit gerade einmal acht Zentimetern Durchmesser. Zum Vergleich: Die Gehirne von Säuglingen haben bereits rund ein Viertel der Größe eines ausgewachsenen Menschen, dessen Denkorgan rund 1300 bis 1400 Gramm wiegt.

3. Viele Dino-Skelette werden in einer typischen "Todespose" gefunden

Fossil eines Ornithomimus edmontonicus-Dinosauriers.
Fossil eines Ornithomimus edmontonicus-Dinosauriers.(Foto: Royal Tyrell Museum/dpa)

In der Tat gibt es bei Dinosaurierfossilien etwas, was Paläontologen als "death pose" (deutsch: Todespose) bezeichnen. Viele der Urzeitechsen scheinen in einer bestimmten Haltung gestorben zu sein: den Nacken unnatürlich stark nach hinten verdreht, den Schwanz ausgestreckt, das Maul aufgerissen. Während man früher dachte, dass die Tiere tatsächlich in der Lage waren, derartige Verrenkungen durchzuführen, glaubte man in jüngerer Zeit, dass es sich dabei um Krämpfe handelte, die das noch lebende Tier im Todeskampf erlitt.

Inzwischen gibt es aber neuere Studien, die darauf hindeuten, dass die Todespose ein Resultat von biologischen Prozessen ist, die sich erst nach dem Tod abspielen. Nach dem Tod lockern sich die Muskeln und ein Gewebeband im Hals der Tiere zieht sich zusammen, was zu dieser merkwürdigen Verdrehung führt. Übrigens hat die Todespose in der Vergangenheit auch Paläontologen in die Irre geführt. Der Sauropode Diplodocus wurde oft mit hoch erhobenem Kopf dargestellt - zu Lebzeiten war er dazu aber vermutlich gar nicht in der Lage. Vielmehr handelte es sich bei den fossilen Vorlagen um Skelette in der Todespose.

4. Tyrannosaurus Rex hatte bis zu 26,5 Liter Rotz im Schädel

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Einem schnupfengeplagten Raubsauriers möchte man nicht begegnen. Abgesehen davon, dass der ziemlich schlecht gelaunt sein dürfte, sollte man sich auch vor seinen Niesern hüten. In den USA hat der Paläontologe Larry Witmer den Schädel eines Tyrannosuraurus Rex genauer unter die Lupe genommen und unter anderem berechnet, wie groß das Volumen seiner Nebenhöhlen war. Eine Ladung Schnodder konnte den Analysen zufolge ein Volumen von bis zu 26,5 Litern haben. In diesem Video (ab ca. 1:15 h) zeigt Witmer, wie das Ganze wohl ausgesehen haben könnte.

5. Dinosaurier existierten 660 Mal länger als der Mensch

Dass Menschen und Dinosaurier zeitgleich auf der Erde lebten, behaupten heutzutage zwar noch einige Kreationisten - wissenschaftlich gesichert ist jedoch, dass dem nicht so war. Vor rund 65 Millionen Jahren starben die Riesenechsen aus. Davor aber herrschten sie unangefochten über die Erde - und zwar rund 165 Millionen Jahre lang.

Das ist eine unglaublich lange Zeit, vor allem verglichen mit der Menschheitsgeschichte. Nimmt man an, dass sich die Entwicklungslinie hin zum modernen Menschen vor rund fünf bis sieben Millionen Jahren herauskristallisierte, so wären uns die Dinosaurier immer noch mehr als das 20-Fache dieser Zeit voraus. Der Ursprung des Homo sapiens wird von den meisten Forschern vor rund 200.000 bis 250.000 Jahren angesetzt. Nimmt man dies als Maßstab, existierten Dinosaurier rund 660 Mal so lange wie der Homo sapiens bislang. Wir haben also noch einiges vor uns, um mit den Urzeit-Riesen gleichzuziehen.

Quiz Was wissen Sie über Dinosaurier?

Dinosaurier waren faszinierende Wesen. Viele Dinge über die Urzeit-Riesen sind uns bis heute nicht bekannt. Testen Sie sich: Wie viel wissen Sie über Dinosaurier?

 

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Quelle: n-tv.de

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