Freitag, 25. April 2008
Lebenserwartung deutlich geringer: Wer früher raucht, ist länger tot
Die Lebenserwartung von Rauchern, die schon als Jugendliche mit dem Qualmen angefangen haben, könnte noch kürzer sein als bisher angenommen. Wer bereits im Alter von 14 oder 15 Jahren zur Zigarette greift, stirbt möglicherweise mehr als 20 Jahre früher als gleichaltrige Nichtraucher, teilt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne (Nordrhein-Westfalen) mit.
Bislang habe gegolten, dass Raucher im Schnitt eine um 10 Jahre geringere Lebenserwartung haben. Nun stehe fest, dass diese Annahme nur für Raucher zutrifft, die erst als Erwachsene mit dem Zigarettenkonsum begonnen haben, so die DGP.
Je eher und je mehr geraucht wird, umso früher im Leben entwickle sich eine Entzündungsreaktion in der Lunge, warnen die Fachärzte. Fatalerweise spürten die Betroffenen oft kaum etwas davon, und so schwele die Entzündung lange unbemerkt dahin. Irgendwann entstehe dann die auch Raucherlunge genannte Lungenkrankheit COPD. Das Fortschreiten der Erkrankung lasse sich auch dann nicht mehr aufhalten, wenn ein Patient das Rauchen längst aufgegeben hat.
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