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Impotenz wirkt sich auch auf die Partnerschaft aus.
Impotenz wirkt sich auch auf die Partnerschaft aus.(Foto: imago stock&people)

Wenn's nicht mehr geht: Wie man(n) potent bleibt

Das Thema ist sensibel, denn welcher Mann spricht schon gern über seine Impotenz? Dabei nimmt die Häufigkeit der erektilen Dysfunktion bei Männer ab dem 30. Lebensjahr stetig zu. Doch das muss nicht sein.

Nicht nur für Herz und Kreislauf sind gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung wichtig, sondern auch für die Erhaltung der Potenz. Den Zusammenhang zwischen der Zusammensetzung der Ernährung und der Häufigkeit der erektilen Dysfunktion haben Wissenschaftler untersucht. Die Forscher der Harvard T.H. Chan School of Public Health stellten fest, dass eine Ernährung mit sekundären Pflanzenstoffen, sogenannten Flavanoiden, das Risiko einer erektilen Dysfunktion senken kann. Wer insgesamt mehr Obst als Träger von sogenannten Anthocyanen - ein sekundärer Pflanzenstoff, der vor allem in roten, violetten und blauen Früchten vorkommt - und Flavanolen einbaut, der könne das Impotenz-Risiko um 14 Prozent senken, so die Forscher. Sekundäre Pflanzenstoffe wirken entzündungshemmend und immunstabilisierend.

Doch nicht nur die Art der Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil für den Erhalt der Manneskraft. Regelmäßige Bewegung führt dazu, dass die Gefäße besser durchblutet werden. Alkohol und Nikotin dagegen schwächen die Durchblutung in diesen wichtigen Körperpartien, genauso wie langes Sitzen. "Gerade Nikotin verdoppelt das Risiko auf Verstopfung der Arterien, was in manchen Fällen sogar zu einer vollkommenen Erektionsunfähigkeit führt", betont der Urologe Dr. Reinhold Schaefer von der Uro-GmbH Nordrhein. Allerdings können auch andere Ursachen zur Impotenz führen. Es ist wichtig, dass sich betroffene Männer mit ihrem Problem an einen Urologen wenden, denn: "Je früher die Erektionsstörung behandelt wird, desto höher sind die Heilungschancen", ermutigt Dr. Schaefer.

Es ist wichtig, herauszufinden, welche Ursache für die Erektionsstörung vorliegt, denn dafür gibt es viele Möglichkeiten. Sie reichen von Stress, Versagensangst oder Depressionen bis hin zu Testosteronmangel, Diabetes, Schilddrüsenfehlfunktion oder Prostataerkrankung. Erst wenn der Urologe herausgefunden hat, welche Ursache für die Dysfunktion vorliegt, kann die richtige Therapie gefunden werden. Wer es erst gar nicht dazu kommen lassen will, der sollte auf einen gesunden Lebensstil mit gesunder Ernährung, genügend Entspannung und ausreichend Bewegung achten. So könne man(n) das Impotenz-Risiko sogar um 21 Prozent senken, betont Schaefer.

Quelle: n-tv.de

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