Donnerstag, 04. Juni 2009
Billig-Lebensmittel und Fast-Food: Wirtschaftskrise macht dick
Nach Warnungen von US-Ernährungsexperten führt die Wirtschaftskrise nicht notwendigerweise dazu, dass die Menschen den Gürtel enger schnallen müssen. Insbesondere Kinder in den Vereinigten Staaten seien von einer Fettleibigkeit bedroht, die ihre Wurzeln in den Geldsorgen der Konsumenten und dem daraus resultierenden Griff zu Billig-Lebensmitteln habe, schrieben die Autoren des Child Well-Being Index, der regelmäßig Statistiken zur Kindergesundheit und -hygiene in den Vereinigten Staaten veröffentlicht.
Das als "Rezessions-Fettleibigkeit" beschriebene Phänomen, das zu den bekannten Gewichtsproblemen vieler Kinder in den USA hinzukomme, gebe Grund zur Sorge, schrieb Index-Redaktionsleiter Kenneth Land. In der Krise griffen viele Eltern häufiger zu preiswerten Lebensmitteln und Fast-Food-Nahrung, um Geld zu sparen.
Diese fett- und zuckerreiche Ernährung führe vermehrt zu Übergewicht bei Kindern. Nach einer im vergangenen Jahr in der US-Zeitschrift "Journal of the American Medical Association" veröffentlichten Studie sind rund 32 Prozent der Kinder und Teenager in den USA übergewichtig, 16 Prozent fettleibig.
AFP
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