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Auge in Auge mit einem männlichen Eiszeitmenschen - das Skelett ist im LVR-LandesMuseum Bonn ausgestellt.
Auge in Auge mit einem männlichen Eiszeitmenschen - das Skelett ist im LVR-LandesMuseum Bonn ausgestellt.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Seit Jahrtausenden unverändert: Wörter aus Eiszeit immer noch in Gebrauch

Die Sprache der Europäer in der Eiszeit ist mit heutigen Sprachen womöglich enger verwandt als bislang angenommen. Bereits vor 15.000 Jahren wurden vermutlich einige Wörter benutzt, die auch heute noch verständlich wären, wie aus einer Studie britischer Forscher hervorgeht. Einige sehr häufig gebrauchte Wörter seien wahrscheinlich über Jahrtausende unverändert geblieben, sagte der Hauptautor der Studie, der Evolutionsbiologe Mark Pagel von der Universität Reading.

"Wir fanden heraus, dass Zahlwörter, Pronomen und bestimmte Adverbien sehr viel langsamer ersetzt werden, sie haben eine linguistische Halbwertszeit von 10.000 oder mehr Jahren", sagte Pagel. Alltägliche Wörter wie "ich", "ihr", "wir", "Mann" und "Rinde" haben demnach dieselbe Bedeutung und werden nahezu gleich ausgesprochen wie vor tausenden Jahren.

Die Forscher gehen davon aus, dass mindestens sieben eurasische Sprachfamilien aus einer gemeinsamen Ursprungs-Sprache hervorgegangen sind. Die Studie wurde in der US-Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Science" (PNAS) veröffentlicht.

Quelle: n-tv.de

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