Wissen

Absturz mit 80 km/hZirpen mit dem Schwanz

23.05.2008, 12:34 Uhr

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen benutzen nordamerikanische Annakolibris ihr Gefieder nicht nur zum Fliegen – sie zirpen auch damit, um Artgenossinnen und Rivalen zu beeindrucken.

Annakolibris gebrauchen nach neuesten Erkenntnissen von Wissenschaftlern ihr Gefieder nicht nur zum Fliegen - sie zirpen auch damit. Wie das Magazin "Geo" unter Berufung auf die Forscher Christopher Clark und Teresa Feo von der University of California in Berkeley berichtet, versetzen sie dazu mit Hilfe des Luftwiderstands eine ihrer Federn in Schwingungen.

Um die Geschwindigkeit zu erreichen, ab der die Schwanzfeder Töne von sich gibt - 80 Kilometer pro Stunde - stürzen sich die zehn Zentimeter langen Vögel aus 30 Meter Höhe in die Tiefe und steigen erst knapp vor Bodenberührung wieder auf.

Das Zirpen der Feder dauert lediglich 60 Millisekunden an, doch der Aufwand lohnt sich: Die so erzeugten Töne klingen ähnlich wie der Gesang der Annakolibris, sind jedoch viel lauter. Auf diese Weise beeindruckt das Männchen der an der Westküste Nordamerikas beheimateten Vögel Artgenossinnen und männliche Rivalen.