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Dienstag, 17. April 2007

Fragen und Antworten: Zur Zeckenschutzimpfung

Baden-Württemberg gehört mit Bayern zu den Risikogebieten für die von Zecken übertragene Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME). Die Experten wie Prof. Peter Kimmig vom Landesgesundheitsamt in Stuttgart raten deshalb zu einer Impfung.

Wogegen wird geimpft?

Die Impfung wirkt vorbeugend gegen die Viruserkrankung Zecken- Hirnhautentzündung; sie schützt aber nicht gegen die ebenfalls von Zecken übertragene Infektionskrankheit Borreliose, die Entzündungen an den Gelenken sowie Beeinträchtigungen des Nervensystems hervorrufen kann. Diese Krankheit kann mit Antibiotika behandelt werden. Dagegen ist FSME nicht therapierbar. Die Todesrate liegt bei einem Prozent, wobei ältere Erkrankte besonders schwer erkranken. Die Folgeschäden können sehr massiv sein, zum Beispiel Lähmungen.

Wer sollte sich impfen lassen?

Zecken können den Menschen bei Waldspaziergängen, aber auch im Garten oder Freibad befallen. Deshalb sollte sich impfen lassen, wer sich draußen aufhält.

Welche Nebenwirkung hat die Impfung?

Im Unterschied zu den Chargen vor wenigen Jahren ist der Impfstoff heutzutage sehr gut verträglich. Es kann lediglich zu vorübergehenden Rötungen oder einer Schwellung des Oberarms kommen, an dem die Impfung vorgenommen wird.

Wo kann man sich impfen lassen?

Jeder Allgemeinarzt bietet die Impfung an. In Baden-Württemberg wird sie von allen Krankenkassen bezahlt.

Wie schnell ist die Impfung wirksam?

Nach der Standardimpfung besteht ein Schutz nach vier bis sechs Wochen, bei der Schnellimmunisierung nach zwei bis drei Wochen. Ein Auffrischen ist alle drei bis fünf Jahre ratsam.

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