StichwortHunger
Mediziner bezeichnen Hunger als ein Signal des Körpers an den Menschen, das ihn auffordert, etwas zu essen. Andauernder Hunger führt zur Unterernährung.
Mediziner bezeichnen Hunger als ein Signal des Körpers an den Menschen, das ihn auffordert, etwas zu essen. Andauernder Hunger führt zur Unterernährung. Nach einer Definition der Welternährungsorganisation (FAO) ist unterernährt, wer zu wenig isst, um sein Körpergewicht zu erhalten, während er leicht arbeitet. Laut FAO entspricht die dafür benötigte Nahrungsmenge täglich 1800 bis 1900 Kilokalorien. Weltweit liegen 862 Millionen Menschen unter diesem Wert.
Bei weniger als 1400 Kilokalorien täglich wird von extremer Unterernährung und chronischem Hunger gesprochen. Dauert dieser Zustand an, wird der Körper immer schwächer. Auch die Abwehrkräfte gegen Krankheiten nehmen ab. Unterernährte Kinder entwickeln sich nur stark verzögert.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden jährlich 17 Millionen untergewichtige Kinder von unterernährten Müttern geboren. Hunger ist weltweit das Gesundheitsrisiko Nummer Eins. Bei hungergeschwächten Menschen verlaufen normalerweise harmlose Krankheiten oft tödlich. Bei unterernährten Kindern sind Erkrankungen der Atemwege und Durchfall besonders verbreitet. Laut WHO sterben täglich 25 000 Menschen an Hunger, 13.000 davon sind Kinder.