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Stichwort: Radiocarbon-Methode

Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf, und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab.

Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf, und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Bei der Altersbestimmung antiker Funde hilft den Archäologen eine moderne Erkenntnis aus der Kernphysik: der Zerfall des radioaktiven Kohlenstoffisotop C-14. Das Isotop wird in der Atmosphäre ständig durch kosmische Strahlung erzeugt und gelangt in Form von Kohlendioxid (CO2) in die Biosphäre. Pflanzen, die CO2 aufnehmen, werden von Tieren und Menschen gegessen. Sie enthalten eine niedrige Radioaktivität, die überall und über lange Zeiträume gleich ist.

Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf, und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab. Je älter ein Fund, desto geringer seine Aktivität. Anhand der Stärke der Strahlung können die Forscher Fundstücke bis zu einem Alter von ca. 50.000 Jahre datieren. Entdeckt und entwickelt wurde die Radiocarbon-Methode vom US-amerikanischen Physiker und Chemiker Willard Frank Libby (1908-1980), der dafür 1960 den Nobelpreis für Chemie erhielt.

dpa

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