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Kleinere Teller lassen die Portionen größer erscheinen.
Kleinere Teller lassen die Portionen größer erscheinen.(Foto: Michael-Franke, pixelio)

Frage & Antwort, Nr. 152: Weihnachtsgans oder Entenbraten?

von Jana Zeh

Zum Ende jedes Jahres nehme ich mehr als ein Kilogramm zu und kämpfe dann das ganze Jahr, um dieses dauerhaft wieder loszuwerden. In diesem Jahr soll Schluss damit sein. Trotzdem will ich auf den Weihnachtsbraten nicht verzichten. Deshalb die Frage: Was ist besser, um das Gewicht zu halten, Weihnachtsgans oder – ente? (fragt Christine B. aus Bad Ems)

"Das ist nicht mit einem Satz zu beantworten, denn aus ernährungsphysiologischer Sicht ist es nicht entscheidend, was man von Weihnachten bis Neujahr, sondern von Neujahr bis Weihnachten isst", sagt Gisela Olias vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke.

Die Weihnachtsgans ist in Deutschland sehr verbreitet.
Die Weihnachtsgans ist in Deutschland sehr verbreitet.(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Trotzdem gibt es ein paar Tipps, mit denen man tatsächlich beim Weihnachtsvogel Kalorien sparen kann. Wenn Sie verzichten wollen, dann am besten auf die fettreiche Haut der Tiere, dabei ist es egal, ob es sich um eine Gans oder eine Ente handelt. Denn darin stecken die meisten Kalorien. Auch die Soße zum Braten ist oft sehr fett- und damit auch enorm kalorienreich.

Brust oder Keule?

Allgemein ist die Ente fettärmer als eine Gans. Aber auch bei der Auswahl der Vogelteile können Kalorien gespart werden. Eine Gänsekeule hat, auf hundert Gramm bezogen, durchschnittlich weniger Kalorien als das ganze Tier mit Haut. Die wenigsten Kalorien aber hat die Entenbrust ohne Haut.

Entenbrust: Das meiste Fett ist an der Haut.
Entenbrust: Das meiste Fett ist an der Haut.(Foto: wrw, pixelio)

Bedenken sollte man jedoch, dass Entenfleisch mehr Eisen enthält als Gans, sogar mehr als Rinderfilet. Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass Menschen, die viel "rotes Fleisch" verzehren - dazu gehört, Rind-, Lamm- und Schweinefleisch -, ein erhöhtes Darmkrebsrisiko haben. Ursache hierfür ist vermutlich der hohe Eisengehalt des Fleisches. Der Verzehr von weißem Fleisch dagegen, wie Huhn oder Putenbrust, hatte keinen nachweisbaren Einfluss auf das Darmkrebsrisiko.

Wer also hinsichtlich der Kalorien und der gesunden Ernährung auf Nummer sicher gehen will, der legt statt Gans oder Ente einfach ein gutes Bio-Huhn in die Pfanne. Mit diesem können Sie Kalorien sparen, die Portionen sind von sich aus kleiner und um einen hohen Eisengehalt des Fleisches muss man sich auch nicht sorgen.

Bei aller Vorsicht sollten gesunde Menschen zu dem Braten greifen, der ihnen am besten schmeckt oder traditionell aufgetragen wird. Na dann, guten Appetit!

Übrigens: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurstwaren pro Woche zu verzehren, das entspricht maximal drei normalgewichtigen Steaks pro Woche.

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Quelle: n-tv.de

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