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Auch Sprühregen verschlechtert die Sicht.
Auch Sprühregen verschlechtert die Sicht.(Foto: picture-alliance/ dpa)
Dienstag, 17. November 2015

Frage & Antwort, Nr. 405: Wie entsteht Sprühregen?

Von Jana Zeh

In den letzten Tagen war ich etwas verwirrt. Bevor ich losging, schaute ich aus dem Fenster, um zu prüfen, ob es noch regnet und habe in den Pfützen keine Tropfen gesehen. Als ich losging, hat es aber doch, wenn auch nur ganz fein geregnet. Wie kommt so was zustande? (fragt Elke K. aus Bielefeld)

Starkregen, Dauerregen, Sprühregen: Obwohl, vereinfacht gesprochen, bei Regen Wassertropfen vom Himmel fallen, gibt es doch mehrere Regenformen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Meteorologen unterscheiden dabei verschiedene Aspekte, wie den Entstehungsprozess des Regens (Konvektionsregen), die Auswirkung am Boden (Platzregen) oder besondere lokale Formen (Monsunregen).

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"Der Sprühregen ist eine Regenform mit besonders kleinen Tropfen", erklärt Björn Alexander, n-tv Wetterexperte. Die Tropfen, die fallen, sind im Durchmesser nicht größer als 0,5 Millimeter. Aus diesem Grund kann man sie oftmals wirklich gar nicht als Ringe in Pfützen sehen, denn sie lösen sich auf, während sie zu Boden fallen. Auf der Haut sind die Tröpfchen dagegen sehr wohl spürbar. "Sprühregen, der auch als Nieselregen bezeichnet werden kann, kommt in den Tropen, den Subtropen und den gemäßigten Klimazonen vor", ergänzt Alexander. Sprühregen kann sowohl einige Stunden als auch einige Tage dauern.

Die winzig kleinen Tröpfchen fallen normalerweise aus Wolken mit stabiler Schichtung, sogenannten Stratuswolken. Das sind niedrig hängende, strukturlose Schichtwolken, die, wenn sie bis zum Boden reichen, auch als Nebel auftreten können. In unseren Breiten ist Sprühregen vor allem in Herbst und Winter häufiger, denn dann gibt es auch häufiger Hochnebel und tiefe Bewölkung.

Auch wenn die Tropfen beim Sprühregen nur sehr klein sind, unterscheidet man zwischen verschiedenen Stärken von Sprühregen. Es gibt leichten, mäßigen und sogar starken Sprühregen. Diese Einteilung wird mittels der Niederschlagintensität (Millimeter Regen pro Stunde) gemessen. Bei weniger oder bis 0,2 Millimeter ist der Sprühregen leicht, bei 0,2 bis 0,5 Millimeter mäßig und ab 0,5 Millimeter stark.

Übrigens: Auch wenn Regenwetter nicht dazu einlädt, sich im Freien aufzuhalten, ist er gut für Haut und Schleimhäute. Besonders Nieselregen kann vergleichbare Effekte wie in einer Dampfsauna bringen. Die Schleimhäute werden durch die winzigen Tröpfchen angefeuchtet und die Haut sieht insgesamt frischer aus – natürlich nur, wenn man auch regengerecht gekleidet ist.

Quelle: n-tv.de

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