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Das Kolosseum in Rom gehört zu den am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten der Welt.
Das Kolosseum in Rom gehört zu den am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten der Welt.(Foto: picture alliance / dpa)

Fundsache, Nr. 1176: Bunte Fresken im Kolosseum

Das Kolosseum in Rom gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Welt, viele Überraschungen hat es nicht mehr zu bieten - sollte man meinen. Eine archäologische Entdeckung in einem der Öffentlichkeit unzugänglichen Tunnel des Amphitheaters überrascht selbst Wissenschaftler.

Archäologen haben im Kolosseum in Rom eine überraschende Entdeckung gemacht: In einem für die Öffentlichkeit unzugänglichen Tunnel fanden sie die Reste bunter Fresken in leuchtenden Blau-, Rot- und Grüntönen, wie die Direktorin des 2000 Jahre alten Amphitheaters, Rossella Rea, sagte. Die Verzierungen "scheinen die Pracht der Gladiatorenwelt zu zeigen, mit Lorbeeren, Pfeilen, Lorbeerkränzen und sogar erotischen Szenen", berichtete die Zeitung "La Repubblica".

Inschriften aus dem 17. Jahrhundert

Die Fresken wurden bei Restaurierungsarbeiten zwischen der zweiten und dritten Etage des Kolosseums in einem etwa 60 Meter langen Gang entdeckt. Rea zufolge wurden auch Inschriften gefunden, die ins 17. Jahrhundert zurückdatieren, sowie die Unterschriften von Zuschauern und ausländischen Besuchern, die sich im Kolosseum die berühmten Gladiatoren-Wettkämpfe und nachgestellten Seeschlachten ansahen. Der Gang soll im Sommer 2014 auch für Besucher zugänglich gemacht werden.

Das Kolosseum, das im Jahr 80 nach Christus vom römischen Kaiser Titus fertiggestellt wurde, ist heute in einem schlechten Zustand. In den vergangenen Jahren fielen immer wieder durch Abgase geschädigte Steine herab. Experten warnten zudem davor, dass sich das Fundament des Bauwerks senken könnte. Das Kolosseum zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Welt. Im vergangenen Jahrzehnt stieg die Besucherzahl von etwa einer Million auf sechs Millionen im Jahr, was nicht zuletzt an dem Hollywood-Film "Gladiator" aus dem Jahr 2000 lag.

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Quelle: n-tv.de

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