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Jude Sparks mit seinem außergewöhnlichen Fund.
Jude Sparks mit seinem außergewöhnlichen Fund.(Foto: Peter Houde)
Dienstag, 25. Juli 2017

Fundsache, Nr. 1355: Junge stolpert über uraltes Fossil

Bei einem Spaziergang stürzt Jude Sparks über etwas, das aussieht wie "versteinertes Holz". Tatsächlich handelt es sich jedoch um den Schädel eines vor langer Zeit ausgestorbenen Tieres.

Ein neunjähriger Junge hat in den USA "aus Versehen" eine bemerkenswerte paläontologische Entdeckung gemacht. Wie die "New York Times" berichtet, stolperte Jude Sparks regelrecht darüber, als er sich auf einem Spaziergang vor seinen kleinen Brüdern versteckte.

Dem Medienbericht zufolge kam es zu dem Fund bereits im November vergangenen Jahres in Las Cruces im US-Bundesstaat New Mexico. Jude entdeckte nach seinem Sturz etwas, das auf den ersten Blick aussah wie "versteinertes Holz".

"Es hatte eine seltsame Form", berichtete der inzwischen Zehnjährige. "Ich wusste nur, dass es nicht das war, was man normalerweise findet." Auf den ersten Blick erinnerte der Fund an einen riesigen Kiefer, Judes jüngerer Bruder Hunter mutmaßte, es könnte sich um einen Rinderschädel handeln. Judes Eltern dachten eher an einen Elefanten.

Zu Hause versuchten sie, herauszubekommen, was es war. "Es stimmte nicht perfekt mit Elefanten überein, also sagten wir uns, es muss etwas anderes sein", zitiert die Zeitung Michelle Sparks. Die Familie wandte sich an Peter Houde, der Biologieprofessor an der New Mexico State University ist. Houde konnte den Fund sofort zuordnen: Es handelte sich um die Überreste eines Stegomastodons. Diese Art durchstreifte vor 1,2 Millionen Jahren das Rio-Grande-Tal und könnte auch noch von den ersten Menschen gejagt worden sein.

Jude war über einen Stoßzahn des vor langer Zeit gestorbenen Tieres gestolpert. Im Mai konnten Wissenschaftler den gesamten versteinerten Schädel des Tieres ausgraben. Er soll möglichst an der Universität von New Mexico ausgestellt werden.

Quelle: n-tv.de

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