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Mittwoch, 12. Dezember 2007

Stichwort: Maul- und Klauenseuche

Die Maul- und Klauenseuche ist eine hochansteckende Tierkrankheit, die größtenteils Schafe, Schweine und Rinder befällt. Erkrankte Tiere bekommen zunächst hohes Fieber, dann bilden sich Blasen im Maul oder an den Klauen.

- Die Krankheit ist nur selten tödlich, außer bei Jungtieren. Sie führt aber zur Lahmheit der Tiere und zu einer niedrigeren Milchproduktion. Keulung ist die gängige Methode, um eine Ausweitung zu verhindern.

- Von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen kann es zwischen 24 Stunden und zehn Tagen dauern. Im Durchschnitt beträgt die Dauer drei bis sechs Tage. Bei Menschen kommt die Krankheit nur äußerst selten vor und ist ungefährlich.

- Hitze, direkte Sonneneinstrahlung und Desinfektionsmittel zerstören das Virus. Kälte und Dunkelheit halten es am Leben. Übertragen wird es durch direkten Kontakt oder im Futter der Tiere. Über den Luftweg kann sich das Virus kilometerweit ausbreiten.

- 2001 war der letzte große Ausbruch der Seuche in Großbritannien. Im gesamten Land wurden 2030 Fälle gezählt. Mehr als sechs Millionen Tiere wurden gekeult, davon rund fünf Millionen Schafe.

- Beim jüngsten Fall könnte das Virus aus einem von zwei tiermedizinischen Labors in England entwichen sein. Noch herrscht aber keine Gewissheit über den Ursprung der Seuche. Die Europäische Union hat ein umfassendes Exportverbot für britische Fleisch- und Milchprodukte verhängt und untersagte die Ausfuhr von Vieh. Deswegen drohen den britischen Viehzüchtern nun Verluste von bis zu 22 Millionen Euro pro Woche.

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