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Für die Archäologen ist der Fund wie ein kleines Wunder.
Für die Archäologen ist der Fund wie ein kleines Wunder.(Foto: picture alliance / dpa)

Fundsache, Nr. 1315: Speisereste im Schlamm konserviert

Wahrscheinlich haben die Bewohner vor rund 3000 Jahren alles stehen und liegen lassen, bevor sie vor dem Feuer flohen. Ihre Überreste finden nun Archäologen in der Nähe von Peterborough in besonders guten Zustand.

Der Fund einer besonders gut erhaltenen Siedlung aus der Bronzezeit in England begeistert Archäologen. Nahe der Stadt Peterborough wurden unter anderem Gefäße gefunden, die noch Speisereste enthalten, sowie Textilien, Holzschüssel und Glasperlen, die zu einer Kette gehörten. Die Behausungen waren auf Stelzen über einen Fluss gebaut und vor etwa 3000 Jahren in Flammen aufgegangen, wie die Universität Cambridge mitteilte.

Die Reste fielen ins Wasser und wurden im Schlamm konserviert. "Wir betreten im Grunde erstmals in der britischen Geschichte ein rundes Haus aus der Bronzezeit", zitierte die Nachrichtenagentur PA den Ausgrabungsleiter Mark Knight. "Wir werden sehen, was darin ist, was sie anhatten, was sie am Tag des Feuers gegessen haben" Man könne dank des Must-Farm-Projekts nun erforschen, wie es damals ausgesehen und gerochen habe.

Die Ausgrabungen auf dem 1100 Quadratmeter großen Gelände seien etwa zur Hälfte abgeschlossen, teilte die Uni mit. Die Bewohner der Siedlung hätten möglicherweise alles stehen und liegen lassen müssen, als ihre Siedlung in Flammen aufging. Unklar ist, ob ein Unfall die Brandursache war oder ob die Siedler selbst oder Feinde das Feuer legten. Es seien sogar noch Fußspuren erhalten.

Quelle: n-tv.de

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