Energy Day

Hohes Potential Strom sparen im Haushalt

Heute finden sich selbst in einer Singlewohnung mehr Elektrogeräte als früher in einem Großfamilien-Haushalt. Vom Radiowecker bis zum Rechner, vom Föhn bis zum Kühlschrank – Stromfresser gehören zum Alltag einfach dazu. Um die Stromrechnung zu entlasten, könnte man Geräte einfach abschalten – aber das ist wohl langfristig auch keine Lösung. Gerade bei großen Geräten lohnt es sich oft, auf ein neueres, stromsparendes Modell umzusteigen.

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Auf Energiesparlampen umstellen ist simpel, aber wirkungsvoll.

 

"40 Prozent der Stromfresser im Haushalt sind Großgeräte wie Kühlschrank, Waschmaschine, Geschirrspüler und teilweise auch Trockner", sagt Steffen Joest von der Deutschen Energieagentur dena. "Ein Austausch lohnt sich insbesondere dann, wenn die Geräte zehn Jahre oder älter sind. Hier sind mittlerweile große Effizienzsprünge zu verzeichnen."

 

So verbraucht ein moderner stromsparender Kühlschrank der Energieeffizienzklasse "A++" bis zu 55 Prozent weniger Strom als ein vergleichbares Gerät, das zehn Jahre alt ist. Die Beleuchtung macht bis zu zwölf Prozent des heimischen Stromverbrauches aus. Wer hier auf Energiesparlampen statt klassische Glühlampen setzt, der kann den Verbrauch fürs Licht im wahrsten Sinne des Wortes im Handumdrehen um bis zu 80 Prozent senken.

 

Für TV& Co gilt: Beim Abschalten am besten komplett vom Stromkreis trennen. Weil solche Geräte wegen Timerfunktionen oft rund um die Uhr am Netz bleiben, sollte man beim Neukauf auf den Standbyverbrauch achten.

 

Insgesamt ist das Potential für Stromsparen im Haushalt beachtlich: "Der Durchschnittshaushalt in Deutschland verbraucht etwa 4000kwh im Jahr. Wenn man dann von einem Durchschnittsstrompreis von 21 Cent ausgeht, kommt man auf über 800 EUR  Stromkosten pro Jahr", rechnet Steffen Joest vor. "Mit einfachen Maßnahmen und langfristigen Investitionen lassen sich davon ungefähr 25 Prozent einsparen." Und wer öfter mal komplett abschaltet, tut nicht nur was fürs Portemonnaie, sondern auch für die Umwelt.

 

Quelle: n-tv.de