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Japans Tempelanlagen faszinieren die Touristen aus aller Welt.
Japans Tempelanlagen faszinieren die Touristen aus aller Welt.
Montag, 06. November 2017

n-tv Spezial Japan: Japan vereint Tradition und Hightech

Dynamische, hochmoderne Großstädte und eine uralte Tradition und Kultur - dieser Gegensatz übt auf die meisten Japan-Reisenden den größten Reiz aus. Doch abseits der gängigen Vorstellungen und Bilder gibt es im Land der aufgehenden Sonne noch mehr zu entdecken.

Die Millionenmetropole Tokio, Kyoto mit seiner hohen Dichte an traditionellen Tempeln oder das subtropische Okinawa - Japan ist vielseitig. Moderne und Tradition schließen sich in dem 380.000 Quadratkilometer großen Land nicht aus. So ist es nicht nur für seine dynamische Metropole Tokio und die dortige Elektroindustrie weltweit bekannt, sondern auch für die traditionellen Riten wie beispielsweise die bedächtige Teezeremonie. Diese Dinge sind immer noch fest in der japanischen Gesellschaft verankert und werden gelebt. Es sind Gegensätze, die Japantouristen selbst während ihrer Reise erleben.

Der Fuji ist der höchste Berg Japans.
Der Fuji ist der höchste Berg Japans.

Die vier Hauptinseln Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu sind von etwa 4.000 kleineren Inseln umgeben. Somit ist Japan nur wenig kleiner als Deutschland und die Schweiz zusammengenommen. Die Inselstrecke erstreckt sich über 14 Breitengrade hinweg. Dadurch reicht das Klima von kühlkontinentalen Hokkaido im Norden bis zu feucht-subtropisch auf den Ryukyu-Inseln ganz im Süden Japans. Die schönsten und beliebtesten Jahreszeiten sind der Frühling wegen der zartrosa Kirschblüten und der Herbst wegen der wunderschönen Laubfärbung des feuerroten Ahornbaumes. Japans höchster Berg ist der Fuji mit mehr als 3700 Metern Höhe, der als Fotomotiv und Ausflugsziel bei Urlaubern sehr beliebt ist.

Eine bequeme und zuverlässige Art des Reisens ist in Japan der Shinkansen - der Hochgeschwindigkeitszug, der mit dem deutschen ICE und dem französischen TGV vergleichbar ist. Mit dem "Japan Rail Pass" können Urlauber beispielsweise sieben Tage durchs Land reisen. Der Pass kostet in der zweiten Klasse zwar rund 255 Euro für eine Woche - die japanischen Züge gelten jedoch als die zuverlässigsten auf der ganzen Welt. Für Rundreisen ist diese Form des Transports besonders zu empfehlen.

Kulinarik und Knigge

Wer umherreist und die japanische Kultur kennenlernen möchte, der kommt um das besondere Essen nicht herum. Die lokale Kochkunst hat viel mehr zu bieten als nur Sushi. So sind Soba, Wagyu Beef und Yamamoto Ryori auch sehr angesagte Spezialitäten, die Touristen auf ihrem Trip durch das Land der aufgehenden Sonne probieren sollten.

Vorsicht: In Japan gibt es für Touristen einige Fettnäpfchen, die aber mit ein paar Hintergrundinformationen einfach umgangen werden können. Zum Beispiel gilt das Naseputzen bei Tisch oder in der Öffentlichkeit als unhöflich. Genauso wenig sollten Reisende bei Besuch zu Hause bei Japanern ihre Straßenschuhe anbehalten - sie gelten als unrein und werden deshalb ausgezogen. Weiterhin ist es bei geschäftlichen Kontakte Sitte, Visitenkarten zu übergeben. Die Übergabe geschieht mit beiden Händen, im Anschluss begutachten die Geschäftspartner noch etwas länger die kleinen Karten. Wer diese Tipps beherzigt und sich ansonsten höflich und bescheiden verhält, sollte als Tourist in Japan keine kulturellen Probleme haben.

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