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Kyoto ist für seine prachtvollen Tempel und Schreine bekannt.
Kyoto ist für seine prachtvollen Tempel und Schreine bekannt.
Montag, 06. November 2017

n-tv Spezial Japan: Kyoto und Kanazawa: Im Reich der Tempel

Japans Städte - da gibt abseits von Tokio einiges zu entdecken. Historisch hatte vor allem Kyoto politische Macht inne, bis heute spielt es als ehemalige Hauptstadt immer noch eine große politische und kulturelle Rolle. In Kyoto glänzen die Tempel, im Kanazawa ist es die Burg. Zwei Städte im Kurzportrait.

Kyoto gab einem bekannten Klimaschutzabkommen seinen Namen. Die politische Bedeutung des Ortes kommt nicht von ungefähr. Schließlich war Kyoto viele Jahre die Hauptstadt Japans.

Besonders berühmt ist die Stadt für ihre zahlreichen Tempel und Schreine, die Kyoto zu einer der besterhaltenen, historischen Orte Japans macht. Über 1100 Jahre lag hier das politische und kulturelle Zentrum des Landes. Die Präfektur erstreckt sich vom Südosten zum Nordwesten in die zentralen und nördlichen Teile der Kansai-Region. Heute leben etwa 1,8 Millionen Einwohner in Kyoto. Zu jeder Japan-Rundreise gehört ein Touristen-Trip in die ehemalige Hauptstadt unbedingt dazu.

Herbstlicher Anblick in Kyoto.
Herbstlicher Anblick in Kyoto.

Die Stadt wurde im 8. Jahrhundert zur Hauptstadt und erblühte in 1100 Jahren zum japanischen Zentrum für Politik, Wirtschaft und Kultur, bis Mitte des 19. Jahrhunderts die Hauptstadt-Funktionen nach Tokio übertragen wurden. Geblieben sind die vielen Tempel und Schreine aus dieser langen Zeit. Siebzehn historische Sehenswürdigkeiten, unter ihnen der Kiyomizu-dera Tempel und das Nijo Castle, wurden zum Weltkulturerbe erklärt. Für Japan-Besucher sind diese eindrucksvollen Gebäude sehenswert.

Eine Stippvisite zum Zen-Garten

Auch einen Besuch im Zen-Garten Ryon-Ji sollten Reisende unbedingt einplanen - vor allem, wenn sie einmal so richtig entspannen wollen. Angeblich ist dieser Zen-Garten der berühmteste auf der ganzen Welt. Der Garten ist täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet und zeigt die traditionelle Seite Japans. Wer raus aus dem Trubel will, sollte den Zen-Garten auf seine Sightseeing-Liste schreiben.

Maikos in traditionellen Kimonos.
Maikos in traditionellen Kimonos.

Mit Tradition geht es auch beim nächsten Tipp weiter: Denn Touristen können sich bei einem Kyoto-Trip beispielsweise auf sogenannte "Maiko", junge Tänzerinnen, freuen, die im Gion District in ihren Kimonos, dem traditionellen Gewand mit langen Ärmeln, umherspazieren. Sehenswert ist auch der Stadtteil Nishijin, wo traditionelle Nishijin-ori-Textilien mit farbenfrohen Fäden gewoben werden. Insgesamt ist Kyoto neben Tokio wohl einer der interessantesten Städte für Touristen.

Kanazawa

Etwa drei Autostunden von Kyoto entfernt erreichen Touristen Kanazawa, ebenfalls auf der Hauptinsel Japans gelegen.

Kanazawa
Kanazawa

Kanazawa liegt auf drei Hügeln und ist berühmt für seine Burg Kanazawa, die im späten 16. Jahrhundert von dem Feudalherren Maeda Toshiie gebaut wurde und den späteren Reichtum der Stadt begründete. Im historischen Zentrum der Stadt liegt der Kenroku-en Garden, bekannt für seine "Yukitsuri,"-Seile, die sich als Schutz vor Schneeschäden – von der Spitze eines Baums bis zu den unten liegenden Ästen wie ein Schirm ausbreiten. Kenroku-en ist einer der drei bekanntesten Gärten Japans, neben dem Kairaku-en Garden in Mito und dem Koraku-en Garden in Okayama. Bereits 1676 angelegt, dauerte es 170 Jahre, bis dieser 105.000 Quadratmeter große Garten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind Tera-machi mit seinen 70 Tempeln, Owari-cho mit seinen alten Geschäften und viele weitere historische Stadtteile, die harmonisch übergehen in Korinbo, den modernen Teil der Stadt mit einer Vielfalt weiterer Attraktionen. In vielen Geschäften wird "Kaga-yuzen", eine traditionelle Seidenmalerei angeboten, ebenso Kutaniyaki-Keramik. Das Kunsthandwerk ist hier weit verbreitet.

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