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Tokio bei Nacht bietet ein pulsierendes Nachtleben - mit großem Farbenspiel.
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Montag, 06. November 2017

n-tv Spezial Japan: Tokio: Zwischen Kimonos und Mangafiguren

In Tokio leben rund 13 Millionen Einwohner. Für Touristen bietet die Stadt eine interessante Mischung aus alten Tempeln und japanischer Tradition - aber auch unglaublicher Moderne. Facettenreich, bunt und traditionell und schrill - das macht Tokio aus.

Nirgendwo in Japan ist es wohl so voll wie in Tokio. Eine Stadt mit 13 Millionen Einwohnern, die perfekt organisiert ist. Tokio ist ein Ort voller Widersprüche: Dort finden sich traditionelle zweistöckige Holzhäuser neben futuristischer Architektur, ältere Damen im Kimono sitzen auf dem Weg zum Ikebana-Unterricht in der U-Bahn ungerührt neben der Gymnasiastin im Gothic-Lolita-Look. Tokio ist wohl die Stadt mit dem frischesten Sushi und der höchsten Starbucks-Dichte der Welt.

Wer sich einen Überblick über die Stadt verschaffen will, sollte drei bis vier Tage einplanen und seine Besichtigungen nach Stadtteilen sortieren. Die Sehenswürdigkeiten sind für ausländische Besucher gut ausgeschildert. In der Stadt gibt es klassische Hop-On Hop-Off Busse oder auch Sightseeing-Touren, bei denen Besucher Tokio mit dem Fahrrad erkunden können. Zudem bieten auch verschiedene Fährbetriebe Rundfahrten auf dem Wasser an. Die interessantesten Tempelanlagen sind der Meji Shrine, der Sensoji Tempel, der Nezu Shrine sowie der Tennoji Tempel.

Auch die verschiedenen Stadtteile haben ihren Charme: Besonders die Viertel Ueno, Shinjuku, Ginza sowie Shibuya, Omotesando und Harajuka sind sehenswert. Im Uneopark können Touristen im Frühling vor allem den Zauber der rosanen Kirschblüten erleben. In Ginza können sich alle Shoppingfans wie zuhause fühlen, denn dort gibt es die exklusivsten Boutiquen der Stadt und auch die Modedesigner haben dort ihre Showrooms.

Faszinierende Tempel und Anime-Figuren

Touristen, die an Mangas interessiert sind, sollten sich den Bahnhof Harajuku auf den Zettel schreiben, denn dort flanieren am Wochenende Sailor Moons und Hundedämonen. Cosplay heißt dieses Verkleidungs-Hobby der Jugendlichen, die sich wie ihre Manga-Helden ausstaffieren. Dort gibt es für Besucher einiges zu sehen.

Das moderne Japan ist auch von einer großen Technik-Begeisterung geprägt: Nicht umsonst ist Japan für seine Elektronik weltweit anerkannt - und deshalb müssen alle Technik-Fans auf jeden Fall das Elektronikviertel Akihabara besuchen, denn hier gibt es Kameras, Smartphones, Computer und sogar Haushaltsroboter auf bis zu neun Etagen.

Nachtleben in der Karaoke Bar

Eine weitere Errungenschaft der Neuzeit ist ganz sicher das Karaoke singen. In Japan gehört die Karaoke Bar zum Standard - und auch Touristen sollten sich einen Besuch in einer solchen nicht entgehen lassen, das gehört schließlich genauso zu Tokio wie die zahlreichen Tempel. Tokio kann das ganze Jahr bereist werden, von der Regenzeit im Juni ist allerdings abzuraten.

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