Zukunftsmacher

Sones Datenverwaltung neu denken

Datenströme werden immer komplexer. Es Zeit wird, dass sich die Datenverwaltung den neuen Entwicklungen anpasst, fanden Alexander Oelling und seine beiden Mitstreiter. Vor drei Jahren gründeten sie deshalb Sones.

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Alexander Oelling hat keine Angst vor großer Konkurrenz.

Am Anfang war die Unzufriedenheit: Weil sie die vorhandenen Systeme zur Datenverwaltung unzureichend fanden, beschlossen drei junge Männer, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Und sie wagten etwas, das in Deutschland zuletzt vor 20 Jahren Erfolg hatte: die Entwicklung neuer Softwarelösungen für Datenbanken. "Früher arbeiteten Datenbanksysteme wie Exceldateien oder wie Aktenschränke", sagt Alexander Oelling. "Heute sind die Daten aber eher vergleichbar mit einem menschlichen Gehirn. Versuchen Sie mal, das Gehirn in einer Exeldatei abzubilden", bringt er das Problem auf den Punkt.

 

Alexander Oelling ist einer der drei Gründer von Sones. Schon im Studium haben den Wirtschaftsinformatiker die neuen Datenwege über das Internet gereizt. Und schon damals stellte er fest: Bisherige Datenbanksysteme sind von diesen Wegen mehr und mehr überfordert. "Heute haben wir zu wenig Standardisierung, etwa bei Schnittstellen und Sicherheit", sagt der Sones-Geschäftsführer. "Niemand hat mehr Kontrolle über seine eigene Daten, nur wenn mal was schief geht, wird einem das bewusst. Hier fehlt es an Standardisierungslösungen."

Firmenkunden sind überzeugt

Drei Jahre nach der Gründung hat das Erfurter Unternehmen 20 Mitarbeiter, die Zahl soll sich im kommenden Jahr schon verdoppeln. Mehr und mehr Firmenkunden sind verblüfft, wie einfach Verwaltung von Datenbanken mithilfe der Sones-Software ist - und dass sie dabei auch noch viel Geld sparen können. Angst vor der großen Konkurrenz haben die Sones-Macher nicht: "Die Entwicklung ist sehr aufwendig und erfordert viel Zeit." Da hilft auch kein Riesen-Budget, so Oelling: "Das Problem lässt sich nicht lösen, wenn ich 100 Menschen dransetze und einen unbegrenzten Geldbetrag aufwende."

 

Ganz neue Möglichkeiten eröffnen sich beim Stichwort "Cloud Computing". Die Netzwerklösung erfordert neue Datenbankprodukte und macht die Sones-Lösungen noch attraktiver. Dass sich auch Großunternehmen von der Sones-Software überzeugen lassen, dafür sorgt die Aufnahme ins Gründernetzwerk "unternimm was" von Microsoft. "Große Firmen sind es gewohnt, Softwarelösungen von größeren Firmen zu kaufen. Mit Unterstützung von Microsoft und der Deutschen Telekom kann man sich auf ganz andere Ressourcen stützen." Und so ist Oelling zuversichtlich, dass sich Sones im Markt der Großen positionieren wird.

 

Quelle: ntv.de, ino