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Flugzeugabsturz in Nepal 13 Deutsche tot

Beim Absturz einer Propellermaschine in Nepal sind 13 deutsche Touristen ums Leben gekommen. Insgesamt befanden sich 18 Menschen an Bord des Flugzeugs vom Typ Twin Otter, das 280 Kilometer westlich der Hauptstadt Kathmandu an einem Berg zerschellte. Bei den fünf weiteren Getöteten handelte es sich um einen Briten, einen US-Amerikaner sowie drei Besatzungsmitglieder.

Die Deutschen kamen aus vier Bundesländern. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin stammten fünf der Touristen aus Bayern, fünf weitere aus Baden-Württemberg, zwei aus Berlin und einer der Getöteten aus Nordrhein-Westfalen. Es handele sich um sieben Frauen und sechs Männer im Alter zwischen 35 und 58 Jahren. Die Getöteten waren vermutlich Mitglieder einer Touristengruppe des Münchner Reiseveranstalters "Hauser", die sich auf der Heimreise von einer Trekkingtour befanden.

Die nepalesische Fluggesellschaft Shangrila Air habe den Tod aller 18 Insassen der Maschine bestätigt, teilte das Auswärtige Amt weiter mit. Die Angehörigen der Opfer würden verständigt. Eine Mitarbeiterin der deutschen Botschaft in Nepal habe sich in Richtung der Absturzstelle auf den Weg gemacht.

Schwierige Bergungsarbeiten

Bis zum Nachmittag konnten alle Leichen geborgen werden. Schlechtes Wetter hatte anfangs die Arbeiten an der Unglücksstelle behindert. Nepal wird seit Tagen von schweren Monsunregen heimgesucht. Bei Überschwemmungen und Erdrutschen kamen bislang rund 500 Menschen ums Leben.

Die Maschine war von Jomsom zum Urlaubsort Pokhara unterwegs. In der Unglücksregion herrschte zum Zeitpunkt des Absturzes schlechtes Wetter. Die Flugstrecke gilt als extrem schwierig, da sie über eine tiefe Schlucht zwischen den Bergen Annapurna und Dhaulagiri führt.

Das Flugzeug befand sich bereits im Landeanflug auf Pokhara. Gegen 10 Uhr Ortszeit - 6.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit - verloren die Fluglotsen jedoch den Kontakt zu dem Piloten.

Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) äußerte Bestürzung über das Unglück. "Unsere Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen und Familien der Betroffenen", ließ er in Berlin mitteilen.

Quelle: n-tv.de