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Dioxin in Futtermitteln 300 Schweine getötet

In Futtermitteln eines Thüringer Herstellers sind Dioxinspuren, die den zulässigen Grenzwert um mehr als das Zehnfache überstiegen, festgestellt worden. Im Fleisch von Schweinen einer Mastanlage, die mit dem Futter beliefert worden war, habe der Dioxingehalt um das Doppelte über dem erlaubten Wert gelegen, teilte das Erfurter Landwirtschaftsministerium mit. Rund 300 Tiere seien daher geschlachtet worden.

Die Bundesregierung meldete den Vorfall an die EU-Kommission in Brüssel. Auch die Behörden in den Niederlanden, wohin mehr als 100 Tonnen möglicherweise belastetes Futter geliefert wurden, wurden informiert.

Das Futtermittel-Unternehmen im Kreis Weimarer Land hat nach Angaben aus Erfurt zwei Mastbetriebe und drei Mischfutterbetriebe in Thüringen, zwei Tierhalter in Sachsen-Anhalt und einen in Bayern beliefert. Ob es außer dem nun bekannt gewordenen Fall weitere Fälle einer Dioxinbelastung in diesen Betrieben gibt, sei noch nicht bekannt.

Der Staatssekretär im Thüringer Agrarministerium, Stefan Baldus, schloss Gesundheitsgefahren aus. Zwar lägen die gemessenen Dioxinbelastungen über dem zulässigen Grenzwert für Fleisch, doch noch deutlich unter den etwa für Nordseefisch zulässigen Konzentrationen.

Dioxine gehören zu den giftigsten Chemikalien. Sie gelten als gefährlich für das Immunsystem und erregen möglicherweise Krebs.

Quelle: ntv.de