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Haft-Statistik 60.000 Gefängnis-Insassen

Rund 60.000 Menschen waren im vergangenen Jahr in deutschen Gefängnissen als verurteilte Straftäter inhaftiert. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, ist die Zahl der Häftlinge damit seit zwei Jahren weitgehend unverändert.

Zwischen 1992 und 2000 hatte die Zahl der Häftlinge in deutschen Gefängnissen von 39.500 um mehr als 50 Prozent zugenommen. Frauen bilden unter den 60.700 Häftlingen, die am 31. März 2002 einsaßen, nur einen Anteil von fünf Prozent. 40 Prozent der Gefangenen waren jünger als 30 Jahre; 22 Prozent waren Ausländer.

Von 100.000 strafmündigen Einwohnern ab 14 Jahren saßen in Westdeutschland einschließlich Berlin 86 Personen in Haft; in Ostdeutschland waren es 85. Gemessen an der strafmündigen Bevölkerung erreichen die Häftlingszahlen damit wieder annähernd das Niveau von Mitte der 80er Jahre.

Insgesamt 11.400 Gefangene (19 Prozent) verbüßten ihre Strafe im offenen Vollzug, mit dem die Reintegration von Straftätern in die Gesellschaft gefördert werden soll. Diese Vollzugsform wird in Ostdeutschland seltener praktiziert als in Westdeutschland und Berlin. So waren 2002 im Osten acht Prozent der Strafgefangenen im offenen Vollzug, im Westen dagegen 21 Prozent.

Quelle: n-tv.de