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Sex, Gewalt und Hass "AGGRO Ansagen" auf Index

Mehrere Songs der Rapper des Labels Aggro Berlin sind wegen der Verknüpfung von Sexualität und Gewalt sowie Verachtung von Frauen als jugendgefährdend auf dem Index gelandet. Nach der CD "AGGRO Ansage Nr. 3" seien jetzt auch die CD "AGGRO Ansage Nr. 2" und "King of Kingsz" von Bushido für den Verkauf an Kinder und Jugendliche verboten worden, bestätigte Petra Meier von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) am Dienstag in Bonn. Die CD "AGGRO Ansage Nr. 1" sei hingegen nach Prüfung nicht indiziert worden. Eine Indizierung bedeutet, dass die Titel nur noch an Erwachsene abgegeben und nicht mehr offen verkauft werden dürfen.

Nicht betroffen von einem Spruch der Bonner Sittenwächter ist bisher der zur Plattenfirma Aggro Berlin gehörende Erfolgsrapper Sido. Seinen "Arschficksong" etwa gab die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK), die im Auftrag der Obersten Landesjugendbehörden handelt, auf einem Video schon für 16-Jährige frei. Wenn es bereits ein Alterskennzeichen der FSK gebe, werde die BPjM nicht mehr tätig, erläuterte Meier. Über die CD "Die Maske" von Sido werde noch verhandelt.

Indizierte Liedtexte der Berliner Getto-Rapper verletzten in hohem Maße die Würde der Frau und zeichneten ein menschenverachtendes Bild, urteilte die BPjM. Dies stehe dem Erziehungsziel diametral entgegen, Kindern und Jugendlichen die Achtung gegenüber Mitmenschen zu vermitteln und sie für gleichberechtigte und liebevolle Partnerschaften stark zu machen. Andere Texte wirkten verrohend und reizten zu Gewalttätigkeiten an.

Quelle: n-tv.de