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Besseres Angebot von EPI? Airbus wartet

Die Entscheidung, wer von Airbus den Auftrag zum Bau der Triebwerke für das Militär-Transportflugzeug A400 M erhält, ist noch nicht gefallen. Nachdem Pratt & Whitney eine um 20 Prozent günstigere Offerte vorgelegt haben, will das europäische Konsortium EuroProp International (EPI) sein Angebot offenbar aufbessern.

"Wenn wir heute wählen müssten, würden wir uns für Pratt entscheiden", sagte Noel Forgeard, Chef der EADS-Tochter Airbus im französischen Toulouse. Airbus sei allerdings gebeten worden, die Entscheidung über die Triebwerke des Militär-Transportflugzeuges zu vertragen. Hintergrund sei, dass EPI seine Offerte offenbar nachbessern wolle. Eine endgültige Entscheidung über die Vergabe solle innerhalb einer Woche fallen.

Der Unterschied zwischen dem Angebot des kanadischen Herstellers Pratt & Whitney und des EPI-Konsortiums - bestehend aus der französischen Snecma und dem britischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce, die mit der DaimlerChrysler-Tochter MTU und der spanischen ITP kooperieren - beträgt nach Angaben von Airbus mehrere hundert Millionen Euro. Analysten zufolge wird das Gesamtvolumen des Auftrags zum Bau von Triebwerken für den Militär-Transporter Airbus A400 M auf über drei Milliarden Euro taxiert.

Für 2004 geht Airbus nach den Worten Forgeards trotz der Krise in der zivilen Luftfahrt davon aus, dass die in diesem Jahr anvisierte Zahl von 300 Flugzeugauslieferungen gehalten werden kann. Ab 2005 rechne man dann wieder mit steigenden Zahlen, sagte Forgeard. Für den noch in der Entwicklungsphase steckenden Super-Jet A380 mit bis zu 555 Sitzplätzen rechne man bis zum Jahresende mit bis zu 125 Bestellungen.

Quelle: ntv.de