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DIW-Prognose Arbeitslosigkeit steigt kräftig

Jüngsten Prognosen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge steht Deutschland ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosenzahlen bevor. DIW-Präsident Klaus Zimmermann erwartet im kommenden Jahr einen Anstieg auf 4,3 bis 4,4 Mio. Erwerbslose. Eine Entspannung werde es erst ab 2003 geben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte im vierten Quartal kräftiger als zunächst prognostiziert sinken. Damit sei die derzeitige Wirtschaftsflaute mit der zweiten Ölkrise von 1981 zu vergleichen, erklärte Zimmermann weiter. Das Wachstum werde 2002 deutlich unter einem Prozent liegen.

Hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung rechnet der DIW-Chef damit, dass Mitte 2002 die Talsohle erreicht sein dürfte. Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass bereits im vierten Quartal 2001 eine Trendwende erfolgen könnte. Inzwischen sei klar, dass weiterhin deutlich rote Zahlen geschrieben würden, erklärte Zimmermann.

Quelle: ntv.de