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Zentralbank greift ein Argentinien stützt den Peso

Erstmals seit der Aufhebung der Peso-Dollar-Anbindung hat die argentinische Zentralbank zu Gunsten der Landeswährung auf dem Geldmarkt interveniert.

Am Dienstag schlug die Zentralbank für den Dollar einen Verkaufskurs von 1,70 Peso vor. Damit sollte die verstärkte Wertminderung des Peso gestoppt werden. Auf dem freien Markt verlor die argentinische Währung jedoch weiter an Wert. Ein Dollar kostete bis zu 2,05 Peso. Als Teil des neuen Wirtschaftsprogramms hatte die argentinische Regierung unter Präsident Eduardo Duhalde die Eins-zu-Eins-Bindung des Peso an den Dollar aufgehoben.

Die argentinische Bevölkerung scheint indes auch der neuen Regierung nicht zu zutrauen, die Krise in ihrem Land zu bewältigen. In mehreren Städten kam es erneut zu teilweise gewaltsamen Protesten gegen die Wirtschaftspolitik. In San Salvador de Jujuy warfen Hunderte aufgebrachte Demonstranten Scheiben in Bankfilialen ein. Die Polizei ging mit Gummi-Geschossen und Tränengas gegen die Demonstranten vor.

Quelle: n-tv.de

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