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Sängerwettstreit in Kiew Arme "Gratzija"

Unmittelbar vor dem Finale des Eurovision Song Contest heute Abend in der ukrainischen Hauptstadt Kiew können die einheimischen Medien keinen klaren Favoriten ausmachen. Die Meinungen über die aussichtsreichsten Kandidaten des zum 50. Mal ausgetragenen Musikwettbewerbs gehen weit auseinander.

So schreibt die Kiewer Zeitung "Den", die Rockgruppen Wig Wam aus Norwegen und Zdob si Zdub aus Moldawien mit der trommelnden Großmutter seien heiße Anwärter auf den Sieg. Sie würden die hoch gewettete Griechin Helena Paparizou als Favoritin verdrängen. Auf den deutschen Beitrag "Run & Hide" von Gracia setzt "Den" offenbar keinen Heller. "Gratzija s 'Ran ent Heit'" werden lediglich am Rande erwähnt.

In der Zeitung "Sewodnja" hingegen kam die norwegische Glamrock-Truppe schlecht weg. Dafür wurde die israelische Sängerin Shiri Maimon hochgelobt. Zuschauer, die zu den Proben gelassen wurden, beklatschten vor allem die Beiträge der Künstler aus Norwegen, Moldawien, der Schweiz und Dänemark. "Es ist völlig zwecklos, zu raten", schlussfolgerte das Blatt "Sewodnja" vor der europaweiten Telefonabstimmung.

Quelle: n-tv.de