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Der Börsen-Tag Asiens Anleger auf Rückzug - Verluste in Japan und China

Anleger in Asien haben Reißaus genommen und die wichtigsten Leitindizes in die Tiefe gezogen. Börsianer verwiesen auf die Abkühlung der japanischen Wirtschaft. So senkte die Regierung in Tokio ihre Schätzungen für das Wachstum in den Fiskaljahren 2018 und 2019 deutlich nach unten, auch wegen des Handelsstreits zwischen den USA und China. Zudem sei der chinesische Präsident Xi Jinping bei einer viel beachteten Rede zum 40. Jahrestag der Wirtschaftsreformen konkrete Antworten auf weitere Reformen schuldig geblieben, sagte Analyst Jonas Short vom Broker Everbright Sun Hung Kai.

In Tokio schloss der Nikkei-Index 1,8 Prozent tiefer bei 21.115 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index fiel um zwei Prozent auf den tiefsten Stand seit Mai 2017. Die Börsen in Chinas Metropolen Shanghai und Shenzhen gaben jeweils rund ein Prozent nach. Zuvor hatte schon die Wall Street deutlich im Minus geschlossen.

Mittel- bis langfristig orientierte Investoren schichteten momentan Gelder um, sagte Marktanalyst Shogo Maekawa von der Vermögensverwaltung JPMorgan Asset Management. "Sie fahren riskante Anlagen wie Aktien zurück und fügen mehr festverzinsliche Produkte wie kurzfristige US-Anleihen hinzu."

An der Börse in Japan standen unter anderem Elektronik- und Technologiewerte wie Sony und Nintendo auf der Verliererliste. Sie gaben 4,4 und 3,3 Prozent nach. Weil die japanische Währung Yen zulegte, trennten sich Anleger von Aktien exportorientierter Unternehmen. Bridgestone, Toyota und Nikon büßten je rund ein Prozent ein.

Quelle: n-tv.de