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Korruptionsskandal BKK-Manager verurteilt

Im Korruptionsskandal bei Betriebskrankenkassen in Nordrhein-Westfalen sind die fünf Angeklagten am Montag in Düsseldorf zu Haftstrafen verurteilt worden. Die ehemaligen Vorstandschefs der BKK Düsseldorf und Rheinmetall müssen für vier Jahre und neun Monate sowie für vier Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Das Landgericht verurteilte die beiden 52 und 54 Jahre alten Männer wegen Vorteilsnahme, Bestechlichkeit und Untreue.

Drei mitangeklagte Manager von Reha-Zentren erhielten Freiheitsstrafen zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Die zweijährige Strafe wurde dabei zur Bewährung ausgesetzt.

Insgesamt wurde über 351 Fälle aus den Jahren 1997 bis 2001 verhandelt, bei denen ein wirtschaftlicher Gesamtschaden für die Betriebskrankenkassen von etwa drei Millionen Euro entstanden sein soll. "Das Handeln aller Angeklagten war von Geldgier motiviert", sagte der Vorsitzende Richter Stefan Galle bei der Urteilsbegründung.

Nach Berechnungen des Gerichts seien an die BKK-Manager Zuwendungen in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro geflossen. Auch mit Urlaubsreisen nach Monaco hätten sich die Manager schmieren lassen. Nach Auffliegen der Machenschaften vor rund zwei Jahren war die städtische BKK Düsseldorf ruiniert, sie wurde aufgelöst.

Quelle: n-tv.de