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Anleger stimmen für Sanierung BVB vorerst gerettet

Borussia Dortmund hat die drohende Insolvenz in letzter Minute abgewendet. Die Haupteigentümer des Dortmunder Westfalenstadions stimmten am Montag dem Sanierungskonzept des Fußball-Bundesligisten zu. Auf einer außerordentlichen Versammlung des Stadionfonds Molsiris in Düsseldorf votierten rund 95 Prozent des vertretenen Kapitals für den BVB-Antrag. Dieser sieht einen Teilrückkauf der WM-Arena durch die Borussia sowie die Stundung der Mietzahlungen für die Jahre 2005 und 2006 vor. "So einen Tag möchte ich nicht noch einmal erleben. Es war das Schlimmste, was ich bisher durchgemacht habe", sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball.

Die Entscheidung verschafft dem börsennotierten BVB den dringend benötigten finanziellen Spielraum. Mit Hilfe eines von den Anlegern freigegebenen Depots in Höhe von 52 Mio. Euro, das ursprünglich für den Rückerwerb des Stadions im Jahr 2017 festgelegt war, will das finanziell angeschlagene Fußball- Unternehmen Sanierungspläne realisieren. Für 42 Mio. Euro sollen 42,8 Prozent der Stadionanteile zurückgekauft werden, für die restlichen Anteile vier Prozent Zinsen an die Fondszeichner gezahlt werden. Die verbliebenen 9 Mio. Euro aus dem Depot sollen zur Sicherung der Liquidität verwendet werden.

Damit hat der BVB auf dem Weg zur Sanierung einen weiteren wichtigen Etappensieg errungen. Bereits am 18. Februar hatten 67 Gläubiger dem Sanierungskonzept zugestimmt. Übersteht der Verein nun auch noch das Lizenzierungsverfahren der Deutschen Fußball Liga (DFL), ist das Überleben des Clubs vorerst gesichert. Die DFL interessiert sich besonders für die Zahlungsfähigkeit der Borussia. Die Lizenzunterlagen müssen spätestens am Dienstag bis 14.00 Uhr bei der DFL eingegangen sein.

Quelle: ntv.de