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Abkühlung für den Immo-Markt Bank of England erhöht Leitzins

Wegen der befürchteten Zunahme der Inflation hat die britische Notenbank Bank of England (BoE) wie erwartet die Zinsen zum vierten Mal erhöht. Der Leitzins wurde um 0,25 Prozent auf 4,5 Prozent angehoben.

"Abnehmende Spielräume bei den freien Kapazitäten in der Wirtschaft bedeuten, dass sich der Inflationsdruck wahrscheinlich weiter aufbauen wird", begründete der geldpolitische Ausschuss der BoE (MPC) seine Entscheidung. Vor diesem Hintergrund sei der Ausschuss zu dem Schluss gekommen, dass eine Erhöhung des Schlüsselzinses nötig ist, um Preisstabilität zu erreichen. Der MPC strebt Inflationsraten von zwei Prozent auf Sicht von zwei Jahren an.

Finanzexperten begrüssten den Schritt. Damit würde der seit langem überhitzte Immobilienmarkt abgekühlt. Von den Wirtschaftsverbänden kamen dagegen mahnende Worte. Die höheren Zinsen würden kaum zu einem Rückgang der hohen Immobilienpreise beitragen, hieß es. Diese hingen mit einem Angebotsmangel zusammen. Zudem könne mit einer Zinserhöhung auch nicht die inflationstreibende Wirkung von Lohnerhöhungen im öffentlichen Sektor wett gemacht werden.

Quelle: ntv.de