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Geiselnahme beendet Bankräuber überwältigt

Die Entführung eines Linienbusses in Berlin ist von der Polizei mit einer Blitzaktion beendet worden. Spezialeinsatzkräfte stürmten den Bus, nahmen den Geiselnehmer fest und befreiten die letzten beiden Geiseln. Der Kidnapper hatte zuvor zusammen mit einem Komplizen eine Bank überfallen. Dieser konnte zunächst zu Fuß flüchten, wurde aber am Nachmittag festgenommen.

Die Beamten schossen eine Blendgranate ab, bevor sie durch die Heckscheibe in den Bus eindrangen. Der Geiselnehmer wurde bei dem Sturmangriff durch einen Schuss verletzt. Nach Angaben der Polizei ist die Verletzung jedoch nicht lebensgefährlich.

Die beiden freigekommenen Geiseln - eine Polizistin und ein Mitarbeiter des Senders Freies Berlin - erlitten laut Feuerwehr einen Schock und wurden ins Krankenhaus gebracht. Beide, die Polizistin und der Journalist, waren zufällig im Bus.

Der Geiselnehmer hatte am Vormittag zusammen mit einem Komplizen eine Filiale der Commerzbank in der belebten Schlossstraße in Berlin-Steglitz überfallen. Ein Sprecher der Polizei sagte bei n-tv, die Beute sei sichergestellt worden. Dabei soll es sich um 10.000 Euro gehandelt haben.

Der Überfall wurde von Passanten bemerkt; sie alarmierten die Polizei. Während einer der Täter flüchten konnte, kaperte der andere den Bus der Linie 185 und fuhr mehrere Stunden mit rund 20 Fahrgästen an Bord durch die Stadt. Unterwegs ließ er mehrere Geiseln frei. In der Nähe des S-Bahnhofs Schöneberg stoppte die Polizei den Bus. Dort konnte der Busfahrer flüchten.

Bei dem Geiselnehmer handelt es sich laut Polizei um einen 46-jährigen Mann aus Berlin, der vor allem wegen Sprengstoffdelikten und räuberischer Erpressung vorbestraft sei. Der als "hochgradig kriminell" bezeichnete Mann war im Juni 2000 aus dem Gefängnis entlassen worden.

Quelle: ntv.de

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