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Kampagne gegen Robbenjagd Bardot kämpft weiter

Die französische Schauspielerin Brigitte Bardot hat eine neue Kampagne gegen die Robbenjagd gestartet. Zusammen mit dem Schweizer Umweltschützer Franz Weber hat sie in Genf den "Internationalen Gerichtshof für Tierrechte" einberufen. Dieser "verurteilte" den kanadischen Premierminister Paul Martin sowie die Minister für Fischerei und Umwelt, Goeff Regan und Stphane Dion, wegen Komplizenschaft bei der Robbentötung.

An der Gerichtsverhandlung nahmen rund 250 Umweltschützer aus 60 Tierschutzorganisationen teil. Die kanadischen Behörden wurden aufgefordert, die "sadistische Robbenjagd" sofort einzustellen. Bis dahin sollten kanadische Produkte boykottiert werden und von Reisen nach Kanada abgesehen werden.

Der Einsatz von Weber und Bardot für die Robben begann bereits in den 70er Jahren. Ihr Kampf führte zu einem Stopp der industriellen Robbenjagd zwischen 1983 und 1995. Der ["Internationale Gerichtshof für Tierrechte" hat seinen Sitz in Genf. Er ist ein Organ der im Jahr 1979 von Franz Weber gegründeten Vereinten Tiernationen (United Animal Nations U.A.N) oder Tier-UN, eine internationale, nach dem Muster der Vereinten Nationen aufgebaute Organisation, die 120 Mitgliederorganisationen in der ganzen Welt zählt.

Der Anlass fiel zeitlich mit der Festsetzung der neuen Jagdquoten für Robben in Kanada zusammen. Brigitte Bardot trat als Hauptklägerin auf, Weber führte die Verhandlung. Eine internationale Jury fällte den Schuldspruch.

Laut Franz Weber wurden allein in den vergangenen drei Jahren eine Million Robben getötet. Die Tierschützer kritisieren insbesondere, dass die Robben auf grausame Weise getötet und nicht selten bei lebendigem Leib gehäutet werden.

Quelle: n-tv.de