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Kampfansage Bayer will BASF verdrängen

Bayer CropScience, die Pflanzenschutzsparte des Leverkusener Pharma- und Chemiekonzerns, will bis zum Jahr 2005 auf dem Gebiet der Agrarchemie die Marktführerschaft in Deutschland übernehmen. Experten werten dies als klare Kampfansage an den Ludwigshafener BASF-Konzern, aktuell die Nummer Eins in Deutschland.

Bayer ist durch die Übernahme von CropScience vom deutsch-französischen Pharmakonzern Aventis zum weltweit zweitgrößten Anbieter von Pflanzenschutzprodukten nach der Schweizer Syngenta aufgestiegen. Die Kartellbehörden hatten dem Deal nicht zuletzt deshalb nur unter strengen Auflagen zugestimmt. Eine dieser Auflagen war beispielsweise der Verkauf einer Reihe von Pflanzenschutzmitteln an die BASF, der Ende Oktober angekündigt worden war.

CropScience war ursprünglich ein Gemeinschaftsunternehmen von Aventis (76 Prozent) und des Berliner Pharmakonzerns Schering (24 Prozent). Im Herbst 2001 hatte Bayer CropScience für gut 7 Mrd. Euro übernommen. Nachdem der Kauf durch die europäischen Wettbewerbsbehörden genehmigt worden war, erteilten Ende Mai auch die US-Kartellwächter ihren Segen. Im vergangenen Jahr setzte CropScience 4,3 Mrd. Euro um, mittelfristig soll Bayer CropScience einen Umsatz von 7 Mrd. Euro und eine Umsatzrendite von 20 Prozent erwirtschaften.

Quelle: ntv.de