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Prognosen bekräftigt Bayer zuversichtlich

Bayer zeigt sich für die Entwicklung seiner Geschäfte im laufenden Jahr optimistisch. Der Chef des Pharma- und Chemiekonzerns, Wenning, rechnet trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds weiterhin mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses. Mit dem Schuldenabbau und den Kostensenkungsmaßnahmen läge man im Plan.

In einem vorab veröffentlichten Interview der Tageszeitung "Die Welt" sagte Wenning weiter, die konjunkturelle Lage sei schwierig und für die nächsten Monate sei keine Änderung zu erwarten. Zugleich bekräftigte er frühere Aussagen: "Trotzdem wollen wir den operativen Gewinn verbessern". Bei Themen wie Schuldenabbau und Konstenstrukturprogramm läge Bayer im Plan.

Am 13. März wird der Konzern seinen Geschäftsbericht zum abgelaufenen Jahr vorlegen sowie neue Renditeziele für das Pharmageschäft und die gesamte Gesundheitssparte nennen. Ende vergangenen Jahres hatte Wenning angekündigt, die Kosten bis zum Jahr 2005 um 2,2 Milliarden Euro senken zu wollen.

Bei der Suche nach einem Partner für das Pharmageschäft hat Bayer seine Ansprüche offenbar herunter geschraubt. Wenning sagte: "Nach dem Rückzug des Cholesterin-Senkers Lipobay ist der Führungsanspruch in einem Gemeinschaftsunternehmen heute nicht mehr realistisch". Bayer wolle aber "die werthaltigste Lösung erreichen". Außerdem solle die Partnerschaft nicht an starren Beteiligungsansprüchen scheitern, so Wenning weiter. Einen Verkauf der Pharmasparte schloss Wenning erneut aus.

Der Rückruf des Blutfett-Senkers Lipobay im Jahre 2001 hatte die Krise im Pharmageschäft von Bayer maßgeblich mit ausgelöst und für hohe Verluste gesorgt. Das Medikament löst als Nebenwirkung möglicherweise zu Muskelschwäche mit tödlichem Ausgang. Als Konsequenz aus der Krise kündigte Bayer an, für den Geschäftszweig einen Partner suchen zu wollen. Zunächst wollte Bayer bei diesem Joint-Venture eine Mehrheitsposition, hatte diesen Anspruch im vergangenen November aber aufgegeben.

Quelle: ntv.de