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Prozess um Schäuble-Angriff Behandlung angeordnet

Im Prozess gegen einen Mann, der versucht haben soll, den CDU-Politiker Wolfgang Schäuble anzugreifen, hat das Landgericht Stuttgart die psychiatrische Behandlung des Angeklagten angeordnet.

Dem 30-Jährigen war zunächst vorgeworfen worden, er habe versucht, Schäuble bei einem Wahlkampfauftritt in Kirchheim/Teck bei Stuttgart im vorigen August mit einer Geflügelschere anzugreifen. Die Staatsanwältin ließ jedoch später den Anklagepunkt des versuchten Totschlags fallen.

Weil der Angeklagte bei der Wahlkampfveranstaltung ein Verkehrsschild umgetreten und dabei einen Passanten verletzt hatte, wurde er zu fünf Monaten Haft wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Diese Strafe sei jedoch mit der Untersuchungshaft abgegolten, erläuterte der Richter. Er ordnete die Unterbringung im Maßregelvollzug auf Bewährung an, mit der Auflage, dass sich der Mann sofort nach der Urteilsverkündung in psychiatrische Behandlung begibt.

Quelle: n-tv.de