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Diplomaten als Spione? Berlin weist vier Iraker aus

Die Bundesregierung hat vier irakische Diplomaten aufgefordert, "kurzfristig" das Land zu verlassen. Als Begründung nannte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes eigene Erkenntnisse "über Tätigkeiten, die mit dem Diplomatenstatus unvereinbar sind".

Eine solche Formulierung umschreibt üblicherweise nachrichtendienstliche Arbeit oder Spionage. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur wurden den Diplomaten für ihre Ausreise eine Frist bis Mitternacht gesetzt.

Vor knapp zwei Wochen hatte das Außenministerium bestätigt, dass eine Bitte der US-Regierung eingegangen sei, namentlich genannte irakische Diplomaten auszuweisen. Mit dem nun erfolgten Beschluss müssen vier der insgesamt sechs irakischen Diplomaten in Berlin das Land verlassen. Der Irak wird in Deutschland nicht von einem Botschafter, sondern durch einen Geschäftsträger vertreten. Er selbst ist von der Aufforderung zur Ausreise nicht betroffen.

Quelle: n-tv.de