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Archiv-Dokumente entdeckt Bernsteinzimmer verbrannt?

Das Bernsteinzimmer ist nach Erkenntnissen zweier britischer Forscher 1945 in Königsberg verbrannt. Das gehe aus bislang unbeachteten Archivdokumenten aus dem Nachlass des sowjetischen Bernsteinzimmer-Beauftragten Anatoli Kutschumow hervor, schreiben Adrian Levy und Catherine Scott-Clark in ihrem im Juni erscheinenden Buch "The Amber Room: The Untold Story Of The Greatest Hoax Of The Twentieth Century" (Das Bernsteinzimmer: Die verschwiegene Geschichte des größten Schwindels des 20. Jahrhunderts").

Wie die Zeitung "The Guardian" am Samstag vorab berichtete, erfuhr Kutschumow den Erkenntnissen zufolge 1946, dass das Bernsteinzimmer nach der Besetzung Königsbergs durch sowjetische Truppen bei einem Feuer im Rittersaal des Königsberger Schlosses verbrannt war.

Kutschumow habe dies in seinem Bericht aber bewusst verschwiegen. Den Autoren zufolge fühlte er sich mitschuldig, weil er 1941 die Entscheidung getroffen hatte, das Bernsteinzimmer nicht zusammen mit anderen Kunstschätzen aus Leningrad - dem heutigen St. Petersburg - nach Sibirien in Sicherheit zu bringen. Stattdessen ließ er es im Katharinen-Palast vor den Toren der Stadt unter Tapete und Mull verstecken, was die Deutschen aber sofort durchschauten. So fiel ihnen das "Achte Weltwunder" in die Hände.

Über das verschwundene Bernsteinzimmer kursieren die unterschiedlichsten Theorien. Nach Meinung mancher Forscher muss es sich noch immer in Königsberg, dem heutigen russischen Kaliningrad, befinden. Andere glauben, dass es 1945 mit dem Schiff "Wilhelm Gustloff" in der Ostsee unterging. Eine Rekonstruktion des ganz mit goldenem Bernstein ausgekleideten Zimmers hatten Bundeskanzler Gerhard Schröder und der russische Präsident Wladimir Putin im vergangenen Jahr zum 300-jährigen Bestehen von St. Petersburg eröffnet.

Quelle: ntv.de

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