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Krönungsjubiläum der Queen Camilla abseits der Royals

Die Queen hat mit einem Festgottesdienst in Westminster Abbey ihrer Krönung vor 50 Jahren gedacht. Obwohl Elizabeth bereits 1952 nach dem Tod ihres Vaters, König George VI., neues Staatsoberhaupt geworden war, wurde sie erst nach einer längeren Trauerperiode im darauf folgenden Jahr gekrönt.

An dem Gottesdienst nahmen 16 Mitglieder der Königsfamilie und 2400 geladene Gäste teil. Die 55-jährige Camilla Parker Bowles, die Freundin von Prinz Charles, war ebenfalls geladen, nahm aber abseits von der Königsfamilie Platz. Nur Prinz Harry, der in Eton sein Abitur macht, fehlte in der königlichen Runde.

Versammlung der Ex-Regierungschefs

Auch Premierminister Tony Blair hatte mit seiner Teilnahme am G8-Gipfel in Evian andere Verpflichtungen. Viele seiner Vorgänger, darunter die Ex-Regierungschefs Margaret Thatcher, Edward Heath und James Callaghan, kamen in die Krönungskirche der britischen Monarchen. Das Kabinett nahm ebenfalls teil.

Vor der gotischen Kirche, die im 16. Jahrhundert fertig gestellt wurde, hatten sich Tausende von Schaulustigen, darunter viele Touristen, eingefunden.

Zweites "Elisabethanisches Zeitalter"

Elizabeth kam über einen Umweg auf den Thron. Als sie am 21. April 1926 in London zur Welt kam, dachte noch niemand an ein neues "Elisabethanisches Zeitalter". Erst mit der überraschenden Abdankung ihres Onkels Edward VIII. im Jahr 1936 wurde ihr Vater König. Als George VI. bereitete er seine älteste Tochter zusammen mit seiner Frau - später als "Queen Mum" bekannt - auf ihre künftige Aufgabe vor. Als George am 6. Februar 1952 mit nur 56 Jahren an Lungenkrebs starb, wurde die gerade in Kenia weilende Elizabeth sofort zur Königin proklamiert.

Denkt noch nicht ans Abdanken

Inzwischen gehört Elizabeth zu den am längsten amtierenden Monarchen der britischen Geschichte. Übertroffen wird sie nur noch von Königin Victoria (64 Jahre), dem 1820 gestorbenen George III. (60) sowie dem 1272 verblichenen Henry III. (56).

Eine Abdankung kommt für Elizabeth nicht in Frage: In einer Rede vor beiden Kammern des Parlaments betonte sie im vergangenen Jahr, dass sie ihr Amt als Verpflichtung zu lebenslangem Dienst verstehe. Thronfolger Charles - seit nunmehr 51 Jahren im Wartestand - wird sich noch weiter gedulden müssen.

Quelle: n-tv.de