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Schwere Anschläge in Europa Chronologie seit 1974

Immer wieder waren in den vergangenen 30 Jahren viele Opfer bei schweren Anschlägen in Europa zu beklagen. Nachfolgend ein Überblick über die schlimmsten Attentate:

1974: Oktober-November - Bei einer Serie von Anschlägen der irischen Untergrundgruppe IRA auf britische Lokale werden 28 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt.

1980: 2. August - Eine rechte Extremistengruppe zündet eine Bombe im Bahnhof der italienischen Stadt Bologna. 85 Menschen sterben, mindestens 200 werden verletzt.

1984: 12. Oktober - Die IRA zündet eine Bombe im Grand Hotel in Brighton, wo sich die britische Premierministerin Margaret Thatcher und ihr Kabinett aufhalten. Fünf Menschen werden getötet, 32 verletzt.

1985: 12. April - 18 Menschen werden bei einem Bombenanschlag in Madrid getötet, 82 verletzt. Zu dem Anschlag bekannte sich die moslemische Extremistengruppe Shia.

1988: 21. Dezember - Über dem schottischen Lockerbie stürzt eine PanAm-Maschine nach einer Bombenexplosion an Bord ab. 270 Menschen werden getötet. Libyen zahlt Jahre später den Hinterbliebenen Entschädigung.

1992: 10. April - Die IRA zündet eine große Bombe im Londoner Finanzbezirk. Drei Menschen sterben, 91 werden verletzt.

1995: 25. Juli - Eine Bombenexplosion in der Pariser U-Bahn tötet acht Pendler und verletzt 86.

1996: 9. Februar - Eine IRA-Bombe erschüttert die Londoner Docklands, zwei Menschen werden getötet und 100 verletzt.

1998: 15. August - Bei der Explosion einer Autobombe im nordirischen Omagh werden 29 Menschen getötet. Zu dem schwersten einzelnen Anschlag in fast 30 Jahren der Gewalt in Nordirland bekennt sich die pro-irische Splittergruppe Wahre IRA.

1999: 4. September - Vor einem Wohnblock des Militärs in Bujnaksk in der russischen Republik Dagestan, die an Tschetschenien grenzt, explodiert eine Autobombe. 64 Menschen sterben, die meisten sind Ehefrauen und Kinder russischer Offiziere.

1999: 9. September - Eine Bombe zerstört einen Moskauer Wohnblock, 94 Menschen sterben und mehr als 200 werden verletzt.

1999: 13. September - Eine Bombe zerstört einen achtstöckigen Wohnblock in Moskau. 118 Menschen kommen ums Leben. Die russischen Behörden machen für diesen Anschlag und für den am 9. September tschetschenische Separatisten verantwortlich.

1999: 21. Oktober - Auf einem Marktplatz in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny schlägt eine Rakete ein. Mehr als 110 Menschen werden getötet, rund 400 verletzt. Russland weist jegliche Beteiligung an dem Raketenangriff zurück.

2003: 12. Mai - Zwei Selbstmordattentäter fahren einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in ein Regierungsgebäude in Snamenskoje im Norden Tschetscheniens. Mindestens 60 Menschen kommen ums Leben, 100 werden verletzt.

Quelle: n-tv.de