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Optimistische Prognose Chrysler soll 2002 wieder Gewinne einfahren

Die angeschlagene US-Tochter der DaimlerChrysler AG, Chrysler soll in der ersten Hälfte 2002 wieder Gewinne erwirtschaften. Dies berichtete das "Wall Street Journal". Die Ankündigung einer Ertragswende sei offenbar Teil einer Strategie, den Investoren "Meilensteine" anzukündigen, mit denen sie die Erfolge bei der Sanierung von Chrysler bewerten können, hieß es.

DaimlerChrysler lehnte jeden Kommentar zu den Presseberichten ab. Das Unternehmen wies darauf hin, dass die Umstrukturierungspläne am 26. Februar bekannt gegeben werden.

Die Rückkehr zur Profitibalität könnte problematisch werden. Analysten bezeichneten die Gewinnprognosen als äußerst optimistisch. Es wäre zwar möglich, dass Chrysler im ersten Halbjahr 2002 wieder die Gewinnzone erreiche, erklärte Merrill Lynch-Analyst Michael Dean. Dies sei aber höchst unwahrscheinlich,

Erst am Montag hatte Chrysler zum wiederholten Male Kaufanreize angeboten. Dazu gehörten Preisnachlässe bis zu 2.000 Dollar auf bestimme Automodelle, oder günstige Finanzierungen. Solche Angebote gehörten zu den Hauptursachen der kräftigen Verluste in den vergangenen Monaten.

Einigung mit Gewerkschaften gefunden

Während in der Presse über die Rückkehr Chryslers in die Gewinnzone spekuliert wird, hat DaimlerChrysler eine einvernehmliche Regelung mit den Gewerkschaften zur Abfindung tausender Vorruheständler gefunden.

Nach einer Übereinkunft mit der United Auto Workers (UAW) Gewerkschaft werden 19.000 stündlich bezahlte Mitarbeiter mit eine zusätzlichen Abfindung in Höhe von 35.000 US-Dollar in den Vorruhestand entlassen. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung hervor. Die Hälfte davon würde vor Steuern bar ausgezahlt. Der Rest könne als An- oder Bezahlung bestimmter Chrysler-Autos verwendet werden, hieß es weiter.

26.000 der 125.000 Stellen sollen bei der US-Tochter Chrysler gestrichen werden, um das Unternehmen wieder wirtschaftlich zu machen. Den weiteren Angaben zufolge trifft die Vorruhestandsregelung nicht auf die restlichen 7.000 Angestellten zu. Ihnen wird mehrheitlich gekündigt.

Chrysler rutschte in der zweiten Jahreshälfte 2000 mit einem Minus von zwei Mrd. Euro tief in die Verlustzone.

Quelle: ntv.de