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Auftritt geplant Comeback der Sex Pistols

Die Sex Pistols sind wieder da - in Turnschuhen und T-Shirts mit dem Aufdruck "sorry". Die Punk-Rebellen der 70er, die in ihrer einjährigen Karriere mit nur einer einzigen Platte, doch mit reichlich schockierenden Skandalen eine ganze Bewegung in Gang setzten, treten am Samstag in London auf.

"Es ist schwer zu glauben, dass diese zahmen Männer mittleren Alters einmal dem Establishment Angst und Schrecken einjagten", schrieb die "Daily Mail". Auf Bildern sieht man das Quartett beim Tee unter einem Sonnenschirm in John Lydons Luxus-Landhaus bei London. John Lydon, der Sänger der perfekt inszenierten Anarchie-Band, möchte mittlerweile nicht mehr Johnny Rotten genannt werden.

Als Johnny Rotten wurde er 1976 von Malcolm McLaren entdeckt, der auf der Suche nach außergewöhnlichen Charakteren für eine Band war. McLaren, der mit Vivienne Westwood einen Aufsehen erregenden Modeladen auf der King's Road besaß, brauchte ein musikalisches Pentdant zu seinen Modeideen und schuf damit vermutlich die erste künstlich zusammengeworfene Boygroup der Welt.

Mit ihrer Parodie auf "God Save The Queen" und der legendären Veröffentlichung "Anarchy In The UK" wurden die vier Jungs um Rotten 1977 über Nacht berühmt. Als sie ihre Hass-Tirade zum 25- Thronjubiläum der Queen auf einem Themse-Boot spielten, wurden sie festgenommen. Für ihre Fans wurden sie zu immerwährenden Rebell-Ikonen.

Ein Jahr später trennten sich die Punk-Rocker. 1979 starb Bassist Sid Vicious an einer Überdosis Heroin. Er war des Mordes an seiner Freundin Nancy Spungen beschuldigt worden. Pünktlich zum 50. Thronjubiläum steht jetzt die Neuauflage von "God Save the Queen" wieder unter den ersten Zehn der britischen Hitparade. 1996 waren Rotten, Paul Cook und Steve Jones bereits mit ihrem ursprünglichen Bassisten Glen Matlock aufgetreten.

Quelle: ntv.de