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Chrysler-Sanierung stockt Daimler mit neuen Problemen

Die angeschlagene US-Tochter des DaimlerChrysler Konzerns steht vor neuen Problemen. Nach den Terroranschlägen in den USA sind die Autoverkäufe drastisch eingebrochen. Einem Bericht des "Handelsblatt" zufolge will DaimlerChrysler nun die Sanierungsprognosen für Chrysler überprüfen.

In Konzernkreisen werde befürchtet, dass sich die Sanierung von Chrysler enorm verzögern könnte, heißt es. Ursprünglich war vorgesehen, dass die US-Autosparte bereits im Jahr 2002 Gewinne einfährt. DaimlerChrysler wollte den Bericht gegenüber n-tv nicht kommentieren.

Chrysler hat dagegen bereits am Dienstag mehrere Preismodelle vorgestellt, mit denen die schwachen Verkäufe angekurbelt werden sollen. So sollen den Kunden beim Kauf von ausgewählten neuen Modellen zinslose Darlehen zur Finanzierung angeboten werden. Zudem werden die Preisnachlässe bei einigen Modellen geändert und bis zu einem Monat verzögerte Rückzahlungen von Darlehen ermöglicht. Die günstigeren Finanzierungsbedingungen würden allerdings nicht für die gern gekauften Modelle Jeep Liberty, Dodge Ram, einige Minicans und die limitierte Sportwagenproduktion gelten.

Bereits vor den Anschlägen hatte Chrysler mit Absatzproblemen zu kämpfen. Während die Mercedes-Modelle von DaimlerChrysler im juli ein Umsatzplus von 5,7 Prozent verbuchten, gingen die Absätze bei Chrysler um drei Prozent zurück.

Analysten haben in den letzten Tagen ihre Prognosen für den US-Automarkt erheblich gesenkt. So wird für dieses und nächstes Jahr mit einem Absatzeinbruch von einer halben Million Fahrzeugen gerechnet. Ursprünglich waren bis zu 16,6 Mio. verkaufter Autos erwartet worden.

Quelle: ntv.de

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