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"Blödsinnige Gerüchte" DaimlerChrysler-Chef Schrempp sitzt fest im Sattel

Die DaimlerChrysler AG hat einen Zeitungsbericht, wonach Firmenchef Jürgen Schrempp im November seinen Rücktritt angeboten haben soll, als Gerücht bezeichnet und eine Stellungnahme dazu abgelehnt. "Wir sind nicht mehr bereit, auf solche blödsinnigen Gerüchte einzugehen", sagte Konzernsprecher Michael Pfister zu einem Bericht der "Welt am Sonntag " .

Demnach soll Schrempp dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hilmar Kopper im November seinen Rücktritt angeboten haben, was Kopper aber abgelehnt habe. Außerdem berichtete die Zeitung, dass die von der Deutschen Bank und JP Morgan zu erarbeitende Abwehrstrategie bereits in groben Umrissen stehe.

Abwehrstrategie in drei Stufen

Zu dem angeblichen dreistufigen Abwehrplan der Banken gegen eine mögliche feindliche Übernahme von DaimlerChrysler hieß es in dem Bericht, in einer ersten Stufe solle die DaimlerChrysler-Aktie Fondsmanagern, Investmentbankern und Analysten schmackhaft gemacht werden. Gelinge dies nicht, solle in einer zweiten Stufe ein Verkauf der angeschlagenen US-Tochter Chrysler Geld in die Kassen bringen. Für Investmentbanker sei dies durchaus vorstellbar, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Bankenkreise.

In einer dritten Stufe des Plans könnte DaimlerChrysler das Opfer einer Übernahme werden. Bei Banken werde dies als das Schlimmste angesehen, was passieren könne. Die Möglichkeit müsse aber in Betracht gezogen werden.

DaimlerChrysler-Sprecher Pfister wollte den Bericht über das angeblich dreistufige Verteidigungskonzept nicht weiter kommentieren, sondern verwies auf die Aussage, dass sein Unternehmen auf "blödsinnigen Gerüchte" nicht mehr eingehen wolle. Die DaimlerChrysler AG leidet derzeit unter hohen Verlusten ihrer US-Sparte Chrysler, die nach früheren Prognosen allein im vierten Quartal 2000 einen Verlust von etwa 1,4 Mrd. Euro erwirtschaftet haben dürfte. Ende Februar will der Konzern ein Konzept zur grundlegenden Neuausrichtung von Chrysler vorlegen.

Quelle: ntv.de