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Gewinne in 2002 DaimlerChrysler verspricht schnellen Turnaround

Mehr als drei Mrd. Euro muss der angeschlagene Automobilkonzern im laufenden Jahr für die Umstrukturierungen bei der Chrysler-Sparte und bei Mitsubishi verbuchen. In den folgenden Jahren könnten weitere Kosten von bis zu einer Mrd. Euro entstehen, teilte DaimlerChrysler auf der Bilanzpressekonferenz mit. Im Rahmen der Umstrukturierungen solle ein Austausch von Fahrzeugplattformen zwischen Chrysler und Mitsubishi eingeführt werden. Gleichzeitig solle die Anzahl dieser Plattformen von derzeit 29 auf 16 bis 13 reduziert werden.

In 2001 werde der operative Gewinn bereinigt um die Restrukturierungskosten auf 1,2 bis 1,7 (Vorjahr 5,2) Mrd. Euro sinken. Für das erste Quartal 2001 wurde einschließlich der Einmaleffekte ein operativer Verlust von 3,8 bis 4,3 Mrd. Euro angekündigt. Ohne die Restrukturierungskosten werde der Verlust zwischen 0,8 und 1,0 Mrd. Euro liegen. Bis 2002 solle der Betriebsgewinn auf 5,5 bis 6,5 Mrd., in 2003 auf 8,5 bis 9,5 Mrd. Euro steigen. Der Umsatz werde in diesem Jahr durch Erstkonsolidierungen und die Probleme im US-Geschäft auf 140 (Vorjahr 162,4) Mrd. Euro sinken, bis 2003 aber wieder auf rund 148 Mrd. Euro zulegen.

Im vergangenen Jahr war der operative Konzerngewinn durch die Probleme bei Chrysler um die Hälfte auf 5,2 Mrd. Euro gesunken. Das Ergebnis der US-Sparte brach im zweiten Halbjahr auf 531 Mio. Euro nach 5,19 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum ein. "Die Welt" hatte berichtet, dass Chrysler in 2001 voraussichtlich einen Verlust beim operativen Ergebnis von 2,2 bis 2,6 Mrd. Euro ausweisen wird. Schon 2002 sollten in den USA jedoch wieder schwarze Zahlen geschrieben werden.

Auf n-tv online kann die nicht vom Fernsehen übertragende Analysten-Konferenz ab 14.00 Uhr als Live-Stream mitverfolgt werden.

Quelle: ntv.de