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Lipobay-Klageflut Dauerfall Bayer AG

Die Zahl der Lipobay-Klagen gegen die Leverkusener Bayer AG wächst weiter. Rund 7.800 Fälle, überwiegend in Form von amerikanischen Sammelklagen, sind bisher gegen den Chemie- und Pharmakonzern anhängig. Derzeit verhandle das Unternehmen mit rund 500 weiteren Personen, so ein Unternehmensanwalt. Weitere 450 Fälle konnten bereits durch außergerichtliche Vergleiche abgeschlossen werden.

Im Sommer 2001 hatte der Konzern das Medikament aufgrund des Verdachtes, Muskelschwäche mit tödlichem Ausgang zu verursachen, vom Markt zurückgezogen. Der Hauptvorwurf gegen Bayer AG ist, dass der Konzern es nicht rechtzeitig reagiert habe. Rund 100 Todesfälle werden mit Lipobay in Verbindung gebracht.

Bayer, das nach wie vor seine Unschuld betont, hat nach eigenen Angaben trotz der Klageflut bisher keine zusätzlichen Rückstellungen für bestehende und künftige Forderungen gebildet. Die bestehende Konzernversicherung für Produkthaftungsschäden sei ausreichend, hieß es.

Quelle: ntv.de